Joe Friel erklärt, wie man in Watt trainiert — wir fragen, woher diese Zahl kommt. Von Helmholtz über Rabinbachs „menschlichen Motor" bis in die Erfinderwerkstatt SRM in Jülich: eine Buchbesprechung, die zur Genealogie des Powermeters wird — und zeigt, warum gerade Gravel- und Flachlandfahrer in Watt denken sollten.
Lade dieselbe Runde durch den Fläming in zwei verschiedene Planer, und du bekommst zwei verschiedene Zahlen — nicht um zehn Meter, sondern um vierhundert. Fahre sie ab, und der Radcomputer addiert noch einmal eine eigene Wahrheit obendrauf. Brandenburg ist flach. Die Höhenmeter, die hier angezeigt werden, sind es nicht. Die scheinbar härteste Kennzahl des Radsports ist in Wirklichkeit die weichste — und das aus zwei völlig getrennten Gründen.
Die Strecke steht. Der Track liegt auf dem Gerät, die Höhenmeter sind angeblich kalkuliert. Trotzdem scheitern lange Fahrten selten an der Linie auf der Karte. Sie scheitern zwischen den Punkten: am geschlossenen Supermarkt, am Gegenwind nach Sonnenuntergang, an der Wasserlücke zwischen zwei Orten oder am verpassten letzten Zug.
32 Zoll erscheint als technische Innovation. Doch je genauer man hinsieht, desto deutlicher wird: Die Debatte handelt längst nicht mehr nur von Laufrädern. Sondern von Infrastruktur, Erschöpfung, Marktlogik und einer Branche, die ihre erzählerische Mitte verloren hat.
Wer mit dem Rad in den Zug steigt, merkt schnell: Das Deutschlandticket gilt bundesweit — fürs Fahrrad beginnt dagegen der Tarif-Föderalismus. Dieser Artikel erklärt die VBB-24-Stunden-Karte Fahrrad, die deutschlandweite Fahrradtageskarte Nahverkehr und die Frage, wann welches Ticket sinnvoll ist. Mit konkreten Preisgrenzen, Praxisbeispielen für Berlin-Brandenburg, Tipps zum Kauf im DB Navigator und einer Einordnung, warum Fahrradmitnahme in Deutschland bis heute ein Flickenteppich aus Verkehrsverbünden, Bundeslandregeln und Sondertarifen ist.
Die kleinen Sealant-Flaschen muss man nicht wegwerfen. Mit einem Stück Frischhaltefolie zwischen Flaschenhals und Schraubverschluss lassen sie sich aus dem Großgebinde nachfüllen – beliebig oft, auslaufsicher und ohne dass der Verschluss verklebt. Ein Werkstatt-Trick, der Müll spart und unterwegs zum Pannenhelfer wird.
Der Hammerhead Karoo 3 ist das erste Gerät der Reihe, das sich nicht mehr wie ein ambitionierter Prototyp anfühlt. Nach fünfzehn Monaten Nutzung zwischen Brandenburg, Bikepacking, Dreckiger Donnerstag und Grevet Langstrecken-Scouting zeigt sich: Der Karoo 3 liefert die stärkste Kartendarstellung und aktivste Navigation der aktuellen Fahrradcomputer-Klasse — besonders im Gravel- und Gelände-Einsatz. Gleichzeitig bleiben strukturelle Schwächen bestehen: begrenzte Akkulaufzeit, kein SIM-Slot mehr, keine native GPX-Waypoint-Unterstützung und starke Plattformabhängigkeit. Ein ungewöhnlich ehrlicher Langzeittest über Navigation, Orientierung, Reparierbarkeit und die Frage, warum moderne Fahrradcomputer weniger über Funktionen entscheiden als über die Art von Aufmerksamkeit, die sie verlangen.
CrankTank
Zwei Flaschen reichen nicht. Nicht auf langen Gravel-Touren, nicht beim Bikepacking, nicht in Brandenburg abseits der Orte. Der Adventure Hydration CrankTank löst das Problem anders: vier Liter tief im Rahmen, Rücken frei, kein Rucksack. Ein Langzeittest aus mehreren Jahren – Brandenburger Outback, Grevet Hamburg–Berlin, Supergrevet Wien–Triest und Wien–Berlin.
Alles Radfahren war Gravelcycling, bevor es Asphalt gab. Die Geschichte des Untergrunds reicht von römischen Heerstraßen über McAdams Schotterrevolution und preußische Chausseen bis zu den Radfahrern, die im 19. Jahrhundert für bessere Straßen kämpften — und vom Automobil verdrängt wurden. Eine Materialgeschichte von Sand, Feldstein und Teer, die erklärt, warum Brandenburger Feldwege keine kaputte Infrastruktur sind, sondern ihr Originalzustand.
Coros DURA & PACE Pro im Langzeittest nach 12 Monaten: Grevet Hamburg–Berlin, Scouting Wien–Triest, Berliner Pendelalltag. Akku, Navigation, POI-Workflow — was liefert das System wirklich?