CXB Permanente Potsdam – durch die Obst- und Windfelder der Landeshauptstadt

Ans südliche Ende der Metropole Berlins schmiegt sich ein kleiner aber feiner Wurmfortsatz namens Potsdam an. Lässt man Neobiedermeier und Preußentumsverklärung der Innenstadt einmal hinter sich, öffnen sich hier unendliche Weiten.

Eckdaten


Wochenendtour

Start/ Ziel: Potsdam HBF

Distanz
ca. 106 km

Anstieg
ca. 400 hm pro Tag

Geländeanteil
ca. 85%

Schwierigkeit
4/10

Die Strecke

Während die barocken Schlösser und die prachtvollen Gärten in Potsdam zweifellos die Bewunderung der Touristen auf sich ziehen, verbirgt sich das eigentliche Geheimnis der Stadt in ihrem eher kargen, aber faszinierenden Hinterland. Abseits der üblichen Wege offenbart sich ein verstecktes Juwel. Reisende, die an den zahlreichen Panzerplatten vorbeizunavigieren wissen, werden mit schnellen Schotterpisten belohnt.

Die Route fängt ihre Reise im Uhrzeigersinn an, beginnend mit einem erstaunlich steilen Anstieg auf den Telegrafenberg, an dessen Gipfel man den expressionistischen Einsteinturm besuchen kann. Hier sollte einmal die Gültigkeit der Relativitätstheorie experimentell bestätigt werden. Die Abfahrt führt dann meist geschmeidig bergab über Wege, die sich durch Ferch schlängeln und schließlich in den Obstgarten Potsdams führen – nach Werder. Zur richtigen Jahreszeit belohnt dieser Ort die Besucher mit einer Fülle von Selbstpflückhöfen, die eine Vielfalt an köstlichen Früchten wie Süßkirschen, Mirabellen, Reneclauden, Äpfel und sogar regionalen Pfirsichen bieten. Die Fahrradtaschen können sich hier schnell mit den frischesten Leckereien füllen. Ansonsten bieten Derwitz und Werder die Möglichkeit für einen Zwischenstopp an einer Tankstelle – eine willkommene Gelegenheit, um Energie zu tanken, bevor die Reise immer entlang der Bahnstrecke fortgesetzt wird.

Die Schotterwege entlang des Zernsees, die sich bis zum Schlanitzsee bei Marquard erstrecken, bieten dann eine malerische und abwechslungsreiche Fahrradstrecke für Naturliebhaber:innen. Der Weg beginnt an den Ufern des Zernsees, wo sich das klare Wasser sanft in der Sonne spiegelt und eine friedliche Kulisse bietet. Die Wege schlängeln sich durch eine reizvolle Mischung aus dichten Wäldern, die von moosbewachsenen Bäumen gesäumt sind, und offenen Abschnitten mit üppigen grünen Wiesen.

Die ständig wechselnde Landschaft bietet faszinierende Ausblicke auf die umliegende Natur. Hin und wieder öffnen sich kleine Aussichtspunkte, die einen Panoramablick auf die glitzernden Seen und die weitläufige Umgebung bieten. Die Umgebung ist reich an Tier- und Pflanzenleben. Reiher sind hier oft zu sehen, während Füchse und Igel die Randgebiete durchstreifen.

Die Fahrt durch die Windradfelder zwischen Paaren und Wustermark bietet dann einen interessanten Kontrast zur vorherigen Landschaft. Während man durch die offenen Felder radelt, sind die imposanten Windräder nicht zu übersehen. Ihre massiven Strukturen und die sanft drehenden Rotorblätter prägen die Szenerie.

Die Wege zwischen den Windrädern sind weitläufig und bieten eine fast endlose Sicht auf die Landschaft, unterbrochen von den riesigen Turbinen. Das leise Surren der Windräder und die offene Umgebung verleihen der Fahrt eine besondere Atmosphäre. Es ist faszinierend, die Funktionsweise und die Größe dieser Energieerzeuger aus der Nähe zu betrachten. Die Fahrt durch diese Gegend ist eine Gelegenheit, die modernen Aspekte der Energiegewinnung inmitten der Natur zu erleben, ohne den Blick für die landschaftliche Schönheit zu verlieren.

Anreise

Als Start und Ziel haben wir den Hauptbahnhof Potsdam ausgewählt, da es mit Regional- und S-Bahn gut zu erreichen ist.

Startpunkt


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Viel Freude auf der Strecke! #cxbpermanente #cxberlin