Eine fremde Route ist keine Gesetzgebung. Sie ist eine Hypothese. Wer hat sie geplant, wozu dient sie, wann wurde sie aufgezeichnet — und auf was? Was die Beschreibung verschweigt, ist oft wichtiger als das, was sie sagt.
Waldweg in Brandenburg — typische Gravel-Route ohne Straßennamen oder Mobilfunkempfang
Notruf ohne Adresse im Wald oder auf dem Feld: Wer draußen unterwegs ist, kennt das Problem — im Notfall weiß niemand genau, wo man ist. Drei kostenlose Apps im Vergleich: nora für den sprachlosen Notruf, Hilfe im Wald für Rettungspunkte im Gelände, EchoSOS für grenzüberschreitende Touren. Dazu: 5 W-Fragen, Smartphone-SOS, Rettungskette im Wald, AED-Standorte, Erste Hilfe und zwei konkrete Szenarien. Entstanden aus der Gravel-Praxis — relevant für alle, die regelmäßig draußen unterwegs sind.
Es gibt ein GPS-Feature, das seit mehr als dreißig Jahren existiert, auf jedem Gerät läuft — und das trotzdem fast niemand aktiv nutzt. Es heißt POI — Point of Interest. Und es ist das Nützlichste, was du auf einer langen Schotterstrecke auf dem Display haben kannst. Ein Tutorial für Karoo, Coros, Garmin und Wahoo — und warum Komoot beim Thema POI versagt.
Zum Ende der Saison holen wir nochmal das Rennrad raus – oder das Gravelbike, klar geht das auch. Gemeinsam mit Sportful und Paolo Bettini, Olympiasieger und zweifacher Weltmeister, rollen wir entspannt durch Berlin und den Grunewald. Kein Rennen, kein Stress – einfach fahren, reden, lachen. Am Ende gibt’s Pizza, Craft Beer und Gespräche mit Paolo bei Fuerst Wiacek. Ein Stück italienische Radsportleidenschaft mitten in Berlin.
Gravel ist kein Rennrad mit Stollen. 50 mm+ Reifen sind das neue Normal – auf Schotter, Sand und Singletrail. Breite bringt Speed, Ruhe und Realität.
Words of the ride – Deine Orientierungshilfe durch CX‑Slang, Tourbezeichnungen und Untergrund‑Ironie in Berlin. Wenn du neu bist, vom Rennrad kommst oder einfach mal ohne Navi durch den Dreck willst, hier findest du alles zusammengefasst – mit dem Berliner Vibe, den du von uns kennst.
Mit guter Stimmung ging es los, auch dank Jan’s selbstgemachter Müsli-Riegel und Ricecakes (leider hatte ich keinen abgekriegt). Erste Station: die Himmelspagode umrunden, dann raus aus dem Ort. Schon nach kurzer Zeit verlor ich den Anschluss, nicht weiter schlimm, dachte ich. Ich würde die Gruppen schon wieder einholen – wenn auch anders als erwartet.
Was passiert, wenn Denken in Bewegung gerät? Die Philosophie des Radfahrens versammelt 15 kluge, überraschende Essays über Zweifel an der Startlinie, Ethik im Windschatten und die Freiheit, die zwischen Pedaltritten entsteht. Ein Buch für Kopf und Körper – und für alle, die radfahren.
Benjo Masos Der Schweiß der Götter ist mehr als ein Buch über die Tour de France – es ist eine scharfsinnige, soziologische Analyse des Profiradsports als Medienereignis, wirtschaftliches Machtfeld und moderner Mythos. Ein Klassiker über Fahrer, Sponsoren, Journalisten – und die Geschichten, die größer sein mussten als die Realität.
Was als praktische Routenhilfe begann, hat sich zu einem zentralisierten Machtinstrument im digitalen Draußen entwickelt. Nutzer*innen liefern die Touren, Highlights und Bilder – die Plattform aggregiert, optimiert, verwertet. Automatisch generierte Inhalte ersetzen persönliche Erfahrungen, während Sichtbarkeit in der Suche zum Maß aller Dinge wird. Gleichzeitig geraten Ehrenamtliche und Mapper durch geplante Gesetzesverschärfungen unter Druck. Wer draußen frei unterwegs ist, sollte sich fragen: Gehört mir noch, was ich erlebe? Oder bin ich längst Teil eines Systems, das mit meinen Daten neue Märkte kartiert? Alternativen existieren – sie sind dezentral, offen, und oft überraschend frei.