Kürzer treten: Wie viel Berggang braucht ein Gravelbike?

Kürzer treten: Wie viel Berggang braucht ein Gravelbike?

Was SRAM, Shimano und Campagnolo ab Werk liefern – und welche Wege es gibt, wenn das nicht reicht

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Das Gravelbike hat einen guten Teil des früheren Hardtail-Einsatzbereichs übernommen: die Reifenbreite, die Geometrie, das Gelände. Nur bei der Übersetzung tut es weiter so, als ginge es zum Rennen im Flachen. Was die drei großen Hersteller bei der Gravel-Übersetzung serienmäßig vorsehen, was der Zubehörmarkt daraus macht, was davon in Deutschland überhaupt lieferbar ist – und ein Umbau aus der CXBerlin-Praxis, der inzwischen drei Wochen im Berner Oberland hinter sich hat.

Die kurze Antwort

Für eine SRAM XPLR mit 10–46er Kassette, gerechnet als kleinster Gang:

38T – Serie, flach und schnell · 36T – die vorsichtige Bergvariante · 34T – alpines Bikepacking, der interessanteste Kompromiss · 32T – schwer beladen und steil.

Alternativ hinten: die Garbaruk 10–52 am unveränderten Rival- oder Force-Schaltwerk. Wer bereits ein Eagle-Mullet mit 10–52 fährt, kommt mit einem 36er Blatt auf 0,692. Die Begründungen stehen weiter unten.

Was das Gravelbike geerbt hat – und was nicht

In der Schweiz ist der Anteil regelmäßiger Mountainbiker innerhalb von vier Jahren von 10,9 auf 7,8 Prozent gefallen. Das ist fast ein Viertel weniger, hochgerechnet auf die Bevölkerung ab fünfzehn Jahren über 200.000 Personen. Die Zahlen stammen aus der Studie Sport Schweiz des Bundesamts für Sport.

Man sollte diese Zahl nicht überinterpretieren. Ob darin tatsächlich ein Rückgang des Geländefahrens steckt, lässt sich ihr allein nicht entnehmen – die Erhebung von 2022 zählte Gravelfahrer noch in derselben Kategorie mit. Ein Teil der früheren Hardtail-Nutzung dürfte inzwischen unter Gravel stattfinden, ohne dass die Statistik diesen Übergang sauber sichtbar macht.

Aufschlussreicher als die Zahl ist ohnehin das Material. Wo vor wenigen Jahren 38 bis 40 Millimeter Reifenbreite als Gravelstandard galten, liegt der Sweet Spot heute bei 45 bis 50, und moderne Rahmen geben bis zu 57 Millimeter frei – wir haben das an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Das sind Maße, die vor zehn Jahren an einem Cross-Country-Hardtail montiert waren. Dazu kamen Schaltwerke mit Kupplung, MTB-Kassetten und Rahmen, die für dieses Gelände gebaut sind.

Beim Reifen ist die Entwicklung vollzogen, bei der Geometrie ebenfalls, beim Schaltwerk erst recht. Nur eine Größe ist stehen geblieben: die Übersetzung. Am Hardtail sind 32 oder 34 Zähne vorne seit Jahren völlig unauffällig. Am Gravelbike ist alles unter 38 eine Bestellung im Ausland.

Ein Rad, das die Arbeit des Hardtails übernimmt, sollte auch dessen Übersetzung haben dürfen.

Das ist keine abstrakte Beobachtung. Bei uns wurde sie über eine denkbar simple Frage konkret.

Der Ausgangspunkt: eine Diskussion über die passende Bergübersetzung

Sie lautete: Lässt sich an einer SRAM Force Wide Kurbel das serienmäßige 40er Kettenblatt gegen ein 36er tauschen?

Die kurze Antwort steht inzwischen fest: ja. Ein Bauteil zwischen sechzig und hundert Euro, eine überschaubare Schraubaktion, eine angepasste Kette.

Die längere Antwort ist die interessantere. Denn hinter der Frage steckt ein Konstruktionsproblem, das alle aktuellen 1x-Gravelgruppen teilen: Ein einziges Kettenblatt soll schnelle Asphaltpassagen genauso abdecken wie steile, langsame Schotteranstiege mit Gepäck. Die riesigen Kassetten der letzten Jahre haben diesen Kompromiss deutlich entschärft. Abgeschafft haben sie ihn nicht.

In Brandenburg fällt das kaum auf. Auf Sandpiste und Waldweg zwischen Berlin und der Uckermark ist der kleinste Gang der am seltensten benutzte. Das Problem entsteht erst, wenn das Rad die Region verlässt – und genau das tun immer mehr Gravelbikes, weil sie inzwischen als Reiserad, Trainingsgerät und Rennrad zugleich verkauft werden.

CXBerlin-Fahrer Adrien plante keine Feierabendrunde im Berliner Umland, sondern mehrwöchige Touren durchs Gebirge. Zwei Packtaschen, Zelt, entsprechend viel Gewicht am Rad. Sein Antrieb war dabei bereits ausgesprochen bergtauglich: Force Wide Road-Kurbel mit 40er Blatt, hinten ein X0 Eagle Transmission Schaltwerk mit 10–52er Kassette und T-Type-Kette. Das klassische Mullet-Prinzip – vorne Road, hinten MTB.

Kleinster Gang: 40 zu 52, also ein Übersetzungsverhältnis von 0,769. Für ein Gravelbike ist das schon ziemlich klein.

Trotzdem wollte er weniger. Der Grund war sein vorheriges, inzwischen gestohlenes Rad: eine GRX-400-Gruppe mit 46/30er Kurbel und einer Kassette bis 42 Zähne. Kleinster Gang dort 30 zu 42, also 0,714 – rund sieben Prozent kürzer als sein aktuelles Mullet-Setup. Auf dem Papier eine Marginalie. Nach zwei Wochen im Gebirge offenbar nicht.

Bemerkenswert an diesem alten Rad ist etwas anderes. Shimano gibt für das Schaltwerk der GRX 400 ein maximales Ritzel von 36 Zähnen an. Serienmäßig wäre der kleinste Gang dort also 30 zu 36 gewesen, ein Verhältnis von 0,833 – praktisch dasselbe wie bei der heutigen Rival XPLR. Die 42 Zähne, die Adrien tatsächlich gefahren ist, lagen außerhalb der Herstellerfreigabe. Möglich wurden sie durch einen Adapter, der das Schaltwerk am Schaltauge nach unten versetzt.

Eine Schaltung kann eine riesige Bandbreite haben und trotzdem keinen besonders kleinen kleinsten Gang.

Einen systematischen, englischsprachigen Überblick über zahlreiche Road-/MTB-Mullet-Kombinationen – von Schaltzugübersetzern bis zu elektronischen Systemen – bietet der Mullet-Guide von Bikepacking.com.

Bandbreite ist nicht Bergtauglichkeit

Hier lohnt sich eine Unterscheidung, die in Produktankündigungen konsequent verwischt wird. Bandbreite ist das Verhältnis zwischen größtem und kleinstem Ritzel. Eine 10–46er Kassette hat eine Bandbreite von 460 Prozent, eine 10–52er von 520 Prozent. Beides sind beeindruckende Zahlen, und beide sagen exakt nichts darüber aus, wie langsam man damit einen Pass hochkommt.

Denn wo diese Bandbreite liegt, entscheidet das Kettenblatt. Es verschiebt sämtliche Gänge gleichzeitig – nach oben oder nach unten, ohne die Abstufung zu verändern. Wer vorne von 40 auf 36 Zähne geht, verkürzt jeden einzelnen Gang um zehn Prozent. Den schnellsten wie den langsamsten.

Damit ist auch die verbreitete Faustregel erledigt, Rennräder hätten große und Gravelbikes kleine Kettenblätter. Sie stimmt so nicht. Klassische Zweifach-Rennradkurbeln liegen mit 50/34, 52/36 oder 53/39 am großen Blatt weit über allem, was am Gravelbike vorne montiert wird, und im Zeitfahren und Triathlon sind bei 1x-Antrieben Blätter mit 54 oder 56 Zähnen keine Seltenheit. Dort ergibt das Sinn: Bei 45 km/h aufwärts geht es darum, überhaupt eine sinnvolle Trittfrequenz fahren zu können.

Das Gravelbike steckt in einem anderen Zielkonflikt. Je nach Gruppe fällt dieser Kompromiss erstaunlich unterschiedlich aus – und zwar nicht entlang der Preisklasse. Wer einen wirklich kleinen Gang wollte, musste dafür bisher auffallend oft die Werksspezifikation verlassen.

Wo das Problem tatsächlich auftritt

Abstrakt bleibt die Debatte, solange man nicht sagt, wovon eigentlich die Rede ist. Nicht von alpinen Trails, für die ein Gravelbike das falsche Rad wäre – und auch nicht von den Trage- und Schiebepassagen, die zu den klassischen Alpencross-Routen dazugehören. Die Joe-Route, 1995 von Achim Zahn erstmals gefahren, überquert auf 432 Kilometern neun Pässe jenseits der 2.000 Meter. Die Heckmair-Route von 1989 und die Albrecht-Route von 2004 enden wie sie am Gardasee. Wer diese Strecken vollständig fährt, trägt sein Rad streckenweise.

Interessanter ist, woraus sie zum größten Teil bestehen. Die klassischen Alp-X-Routen reihen vor allem zwei Wegetypen aneinander, die beide nicht für Fahrräder gebaut wurden und sich beide hervorragend befahren lassen.

Da sind zum einen die alten Saumwege. Über Jahrhunderte waren sie die einzigen Verbindungen über die Hauptkämme: zu steil, zu schmal und zu grob für Wagen, befahren von Esel-, Maultier- und Pferdekolonnen, die die Last auf dem Rücken trugen – gesäumt, nicht gefahren.

Das zentrale Saumtier war das Maultier, die Kreuzung aus Eselhengst und Pferdestute. Es verbindet die Trittsicherheit und Genügsamkeit des Esels mit der Größe und Kraft des Pferdes und trägt in der historischen Überlieferung rund 120 bis 150 Kilogramm. Für die Trassierung hat das unmittelbare Folgen: Ein beladenes Tier braucht gleichmäßige Steigung statt Stufen, verträgt keine engen Kehren mit Gegengefälle – und benötigt am Boden vielleicht anderthalb Meter Breite, auf Höhe des Packgeschirrs aber eher drei. Genau deshalb sind Saumwege oben freigeschlagen und unten schmal. Eine historische Höchststeigungs-Norm für Saumwege ist dagegen nicht überliefert; was existiert, ist Baupraxis, keine Vorschrift.

Erst im 19. Jahrhundert wurden die großen Übergänge zu Fahr- oder Räderstraßen ausgebaut, breit genug für Fuhrwerke: der Simplon 1806, der Splügen 1822, der Gotthard 1830. Was damals nicht ausgebaut wurde, blieb Saumweg – und liegt bis heute so da.

Und da sind die Militär- und Versorgungsstraßen, überwiegend zwischen 1915 und 1918 angelegt. Sie sind der Grund, warum in den Südalpen so viel gleichmäßig steigender Schotter herumliegt. Als die Gebirgsfront erstarrte, mussten Munition, Verpflegung und vor allem Geschütze dauerhaft in Höhen gebracht werden, die vorher nur Hirten und Bergsteiger erreicht hatten.

Der italienische Straßenbau unterschied dabei praktisch drei Klassen, die man den Trassen bis heute ansieht. Die camionabili, die Lastwagenstraßen, sind rund drei bis dreieinhalb Meter breit und steigen selten über zwölf Prozent – sie mussten für schwere Artillerie passierbar bleiben. Die carrarecce, Karrenwege für Fuhrwerke und Zugtiere, kommen mit etwa zweieinhalb Metern und fünfzehn bis achtzehn Prozent aus. Und die mulattiere, die reinen Saumpfade, sind anderthalb Meter breit und steigen bis an die zwanzig Prozent. Man sollte diese Zahlen nicht für eine amtliche Norm halten – eine zitierfähige Bauvorschrift mit exakten Grenzwerten ist nicht überliefert. Es sind Kategorien einer Praxis, aber die Praxis war erstaunlich konsistent.

Warum ausgerechnet zwölf Prozent, wird anschaulich, wenn man sich ansieht, was da hochsollte. Ein 30,5-Zentimeter-Mörser von Škoda wog rund 18,7 Tonnen und wurde für den Transport in drei Lasten zerlegt. Eine Steigung, die man mit einem solchen Anhang noch bewältigt, ist keine Frage des guten Willens, sondern der Traktion. Die Dimension des Ganzen zeigt ein einzelnes Tal: Allein im Valcamonica entstanden rund 576 Kilometer Militärstraße.

Für Radfahrer ist das ein Glücksfall. Was für einen Mörser trassiert wurde, ist für ein Gravelbike gleichmäßig, breit genug und in den Kehren befestigt. Nur: Zwölf Prozent über zehn Kilometer sind zwölf Prozent über zehn Kilometer. Die Straße nimmt einem die Fahrtechnik ab, nicht die Höhenmeter.

Noch eine Schicht tiefer liegen die Römerstraßen. Sie sind der älteste Wegetyp, der in Alpenrouten auftaucht – und der am schlechtesten fassbare. Die Via Claudia Augusta, die von Norditalien über den Reschen- und den Fernpass nach Augsburg führte, ist durch zwei Meilensteine belegt, die beide 350 römische Meilen angeben, aber unterschiedliche südliche Endpunkte nennen; der genaue Verlauf ist bis heute umstritten. Belegt ist dagegen, dass hier Wagen fuhren: Erhaltene Karrengeleise mit rund 107 Zentimetern Spurweite lassen daran keinen Zweifel. Bemerkenswert ist das Gefälle. Römische Gebirgsstraßen erreichen Steigungen von fünfzehn bis zwanzig Prozent und sind damit steiler als die Militärstraßen von 1915 bis 1918. Die Römer bauten für Ochsengespanne und Muskelkraft, die eine kurze steile Rampe notfalls stemmen; die Ingenieure von 1916 mussten schwere Motorfahrzeuge einplanen, die das nicht können. Die ältere Trasse ist deshalb die anstrengendere.

Die Ponalestraße oberhalb von Riva del Garda zeigt, wie solche historischen Verkehrswege heute als Radstrecken weiterleben: 1848 bis 1851 in den Fels gesprengt, wurde sie nach ihrer Stilllegung 2004 als Rad- und Wanderweg wiedereröffnet.

Und damit zu einer Beobachtung, die man selten ausgesprochen findet. Übergänge wie das Klammljoch auf 2.288 Metern waren für Mountainbiker über Jahre eine feste Größe. Heute gelten sie vielen als zu zahm – für ein aktuelles Enduro ist da schlicht nichts zu holen. Das Gelände hat sich nicht verändert. Die Räder haben es.

Die Wege sind nicht leichter geworden. Sie sind nur unbesetzt.

Während das Mountainbike immer weiter ins Technische gewandert ist, blieb genau jenes Terrain zurück, für das ein Gravelbike hervorragend geeignet ist: gleichmäßig trassiert, grober Untergrund, großzügige Kurvenradien und kaum technische Anforderungen – aber lange und steil. Wer diese Wege heute fährt, braucht kein Fahrwerk. Er braucht eine Übersetzung.

Unser eigenes Supergrevet-Format führt mit der Distanzradfahrte Mailand–München auf 815 Kilometern mit rund 14.000 Höhenmetern über die Alpen, vom Gardasee auf 65 Meter bis zum Klammljoch auf 2.288, bewusst an der Grenze zwischen Gravel und Mountainbike. Wer so etwas fährt, kauft kein Rad für die Ebene.

Die Strada degli Eroi am Pasubio ist dafür ein gutes Beispiel: rund zehn Kilometer, etwa 800 Höhenmeter, im Mittel um die zehn Prozent, an den steilsten Stellen bis sechzehn. Überwiegend Schotter, die kritischen Kehren betoniert. Wer die zugehörige Runde ab dem Passo Xomo fährt, hat rund achtzig Prozent Schotteranteil und über tausend Höhenmeter unter den Reifen – auf einer Trasse, die teilweise in den Fels gesprengt wurde.

Militärstraße heißt nicht automatisch erlaubt

Die bekannteste dieser Trassen, die Strada delle 52 Gallerie am Pasubio, ist für Radfahrer ausdrücklich gesperrt – nach mehreren tödlichen Unfällen. Am Monte Piana gilt für die Auffahrt zum Rifugio Bosi ebenfalls ein Radverbot. Andere Strecken sind erlaubt, wieder andere haben einen Status, den man aus der Ferne nicht klären kann. Ein GPX-Track aus dem Netz sagt darüber nichts. Wer eine historische Militärstraße fährt, prüft den aktuellen Status vor Ort oder bei der Gemeinde – nicht in der Plattform, aus der der Track stammt.

Dieselbe Bauweise findet sich außerhalb der Dolomiten. Der Colle delle Finestre im Piemont ist mit 18,5 Kilometern und rund 1.700 Höhenmetern bei durchschnittlich gut neun Prozent ein Rennradklassiker – nur bestehen die letzten acht Kilometer aus Schotter. Der Belagwechsel liegt also genau dort, wo man am müdesten ist. Die Strada dell’Assietta setzt darüber an: rund sechsunddreißig Kilometer Schotterkammstraße bis auf 2.550 Meter, deren Anforderung nicht die Dauersteigung ist, sondern das ständige Auf und Ab aus dem Rollen heraus in dünner Luft. Und die Auffahrt zum Colle del Sommeiller auf 3.000 Meter besteht zu etwa drei Vierteln aus Schotter, bei moderaten sechs Prozent im Schnitt, aber fünf Stunden reiner Auffahrtszeit.

Drei Strecken, drei völlig unterschiedliche Anforderungen an dieselbe Übersetzung. Eine kurze steile Rampe fährt man notfalls im Stehen mit zu langem Gang. Fünf Stunden fährt man so nicht.

Dazu kommt das Gewicht. Belastbare Einzelwerte für Zelt und zwei Packtaschen sind schwer zu bekommen, aber Erhebungen unter Bikepackern nennen für ein typisches Setup rund dreiundzwanzig Kilogramm Gesamtgewicht inklusive Rad. Bei einem Gravelbike von zehn bis zwölf Kilogramm bleiben also gut elf bis dreizehn Kilogramm Gepäck. Auf einen Fahrer mit Rad von achtzig Kilogramm sind das rund fünfzehn Prozent mehr Systemgewicht – und am Berg näherungsweise fünfzehn Prozent mehr Hubarbeit für dieselbe Höhenmeterzahl. Da die wenigsten Fahrer diese Mehrarbeit über viele Stunden durch zusätzliche Leistung ausgleichen können, sinkt zwangsläufig die Geschwindigkeit. Genau dann entscheidet sich, ob der kleinste Gang noch eine tretbare Trittfrequenz zulässt oder nicht.

Ein Einwand, der nicht unter den Tisch soll

Die naheliegende Annahme, auf losem Untergrund brauche man grundsätzlich einen kleineren Gang, ist nicht unumstritten. Der Ultradistanzfahrer Josh Ibbett empfiehlt in einem BikeRadar-Ratgeber ausdrücklich das Gegenteil: einen Gang wählen, der nicht zu leicht ist, damit das Hinterrad auf losem Untergrund nicht durchdreht. Zu langsam und zu ungleichmäßig getreten verliert das Rad Traktion.

Belegt ist die Fahrpraxis dahinter: sitzen bleiben statt Wiegetritt, Gewicht nach hinten. Eine belastbare Untersuchung zum Zusammenhang von Übersetzung, Trittfrequenz und Traktion auf Schotter kennen wir nicht. Der Punkt ist deshalb nicht, dass man immer den kleinsten Gang braucht – sondern dass man ihn haben will. Ein Gang, den man nicht hat, lässt sich nicht wählen.

Drei Hersteller, drei Antworten

Schaut man nicht auf die Gesamtbandbreite, sondern ausschließlich auf den kleinsten serienmäßig vorgesehenen Gang, werden die Unterschiede zwischen SRAM, Shimano und Campagnolo überraschend groß.

SRAM Rival XPLR AXS E1: 38/46 ist die offizielle Grenze

Die aktuelle XPLR-Generation ist 13-fach und arbeitet mit einer 10–46er Kassette. Das Schaltwerk sitzt als Full-Mount-Konstruktion direkt an der UDH-Schnittstelle des Rahmens und ist auf ein maximales Ritzel von 46 Zähnen ausgelegt. In SRAMs eigener Kompatibilitätsübersicht sind für diese Gruppe drei Kassetten freigegeben – Red, Force und Rival –, aber alle drei mit derselben Abstufung 10–46. Andere Bandbreiten sind nicht vorgesehen.

Für die Rival XPLR Wide Kurbel listet SRAM serienmäßig Direct-Mount-Kettenblätter ab 38 Zähnen, bei 47,5 Millimetern Kettenlinie, freigegeben für Eagle-, Flattop-D1-, Flattop-E1- und T-Type-Ketten. Nach oben reicht das Programm je nach Quelle unterschiedlich weit. Nach unten endet es in jedem Fall bei 38.

Die kleinste offizielle Kombination lautet damit 38 zu 46, also 0,826. Für sportliches Graveln ist das eine gute Zahl. Für eine beladene Alpenüberquerung ist sie es nicht unbedingt.

Shimano GRX: großes Ritzel statt kleinem Blatt – mit einer Ausnahme

Shimano geht den umgekehrten Weg. Die mechanische GRX RX820 gibt es als 1×12 mit 40, 42, 44 oder 46 Zähnen – die beiden größeren Blätter hat Shimano im April 2026 nachgeschoben. Nach unten ist bei 40 Schluss. Dafür lässt sich das System mit einer MTB-Kassette kombinieren: 10–45 mit dem kürzeren Schaltwerk, 10–51 mit der langen Variante, in beiden Fällen mit Micro-Spline-Freilauf. Shimano bewirbt genau diese Kombination wörtlich für „all-day—or multi-day—adventures heavy on climbing“.

Kleinster Seriengang der RX820: 40 zu 51, also 0,784. Das ist rund fünf Prozent kürzer als SRAMs 38/46 – erreicht über das Ritzel, nicht über das Kettenblatt.

Eine interessante Ausnahme gibt es allerdings eine Stufe darunter. Für die GRX RX610 bietet Shimano auch ein 38er Kettenblatt an, ausdrücklich als neue Option und ausdrücklich zur Kombination mit einer 10–45er oder 10–51er Kassette. Damit ergibt sich 38 zu 51, also 0,745 – sogar minimal kürzer als Ekar GT mit 36/48. Die Beschränkung auf 40 Zähne nach unten gilt also für die RX820, nicht für GRX insgesamt. Und den kleinsten Seriengang liefert nicht die teuerste Gruppe.

Wer aus der Rennradwelt kommt, vermutet an dieser Stelle gerne, eine Zweifachkurbel liefere automatisch den kleineren Berggang. Das stimmt nicht. GRX RX820 2x verwendet eine 48/31er Kurbel und wird mit 11–34 oder 11–36 kombiniert. Kleinster Gang: 31 zu 36, also 0,861 – und damit länger als bei allen anderen hier betrachteten Systemen. Der Vorteil von 2x liegt woanders, nämlich in den engen Abstufungen und dem gleichzeitig verfügbaren 48er Blatt. Wer viel Straße und viel Gruppe fährt, bekommt dafür einen nutzbaren Geschwindigkeitsbereich, den kein 1x-Antrieb erreicht. Für schwer beladenes, sehr langsames Klettern gewinnt 2x dagegen nicht.

Campagnolo Ekar GT: kleines Blatt und große Kassette ab Werk

Campagnolo bietet innerhalb Ekar GT bereits ab Werk ein ungewöhnlich kleines 36er Kettenblatt an. Die mechanische 13-fach-Gruppe bietet Kettenblätter von 36 bis 44 Zähnen auf einem 104-Millimeter-Lochkreis und vier Kassetten: 9–36, 9–42, 10–44 und 10–48. Das Ekar-GT-Schaltwerk ist für alle vier freigegeben und hat dafür einen um 21 Millimeter längeren Käfig als das ältere Ekar-Schaltwerk, das die 10–48er nicht bedienen kann.

Kleinster Seriengang: 36 zu 48, also 0,750. Das sind gut neun Prozent weniger als SRAMs 38/46 – ohne MTB-Schaltwerk, ohne Mullet-Konstruktion, ohne Zubehörmarkt. Bezahlt wird das am schnellen Ende: 36/10 ist deutlich kürzer als 40/10 oder 42/10. Campagnolo trifft hier eine bewusste Entscheidung gegen die Höchstgeschwindigkeit.

Der verbreitete 104er Lochkreis würde geometrisch zwar kleinere MTB-Blätter erlauben. Campagnolo schließt Fremdkomponenten für seine 13-fach-Kette jedoch ausdrücklich aus; auch Wolf Tooth erklärt seine Zahnprofile für inkompatibel. Praktisch endet Ekar GT deshalb bei 36 Zähnen.

Berggang Gravelbike: der direkte Vergleich

Nebeneinandergestellt ergibt sich ein Bild, das man den Datenblättern nicht ansieht. Je kleiner die Zahl, desto leichter der Gang.

SystemKleinster GangVerhältnisHerkunft
Shimano GRX RX820 2x31/360,861Serie
SRAM Rival XPLR AXS E138/460,826Serie
Shimano GRX RX820 1x40/510,784Serie
SRAM XPLR + 36T Aftermarket36/460,783Umbau
Adriens Eagle-Transmission-Mullet40/520,769Serienausstattung
Campagnolo Ekar GT36/480,750Serie
SRAM XPLR + 34T Aftermarket34/460,739Umbau
SRAM XPLR + Garbaruk 10–5238/520,731Umbau
Adriens altes Reiserad30/420,7142x-Setup
SRAM XPLR + 32T Aftermarket32/460,696Umbau
Adriens Umbau36/520,692Umbau

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Unter den drei hier direkt verglichenen Gruppen liefert Ekar GT serienmäßig den kleinsten Gang, ausgerechnet mechanisch und ohne MTB-Anleihe. Shimano zeigt mit der RX610 allerdings, dass auch GRX ab Werk noch kürzer kann. Zweitens: Die untersten Plätze der Tabelle erreicht man über Umbauten – und die günstigsten davon kosten ein einzelnes Kettenblatt.

Was die Zahlen auf der Straße bedeuten

Übersetzungsverhältnisse sind eine Fachsprache. Wer sie nicht täglich benutzt, kann mit 0,826 gegen 0,739 wenig anfangen. Anschaulicher wird es über die Entfaltung: die Strecke, die das Rad bei einer vollständigen Kurbelumdrehung zurücklegt.

Die folgende Tabelle rechnet das für zwei realistische Gravelreifen durch. Ein 45-Millimeter-Reifen kommt auf etwa 2,23 Meter Abrollumfang, ein 50er auf etwa 2,27 Meter. Die letzte Spalte übersetzt das in Geschwindigkeit bei 60 Umdrehungen pro Minute – jener Trittfrequenz, bei der man am steilen Berg mit Gepäck realistischerweise landet.

SetupEntfaltung 45 mmEntfaltung 50 mmTempo bei 60/min
GRX 2x · 31/361,92 m1,95 m6,9 km/h
Rival XPLR · 38/461,84 m1,88 m6,6 km/h
GRX 1x · 40/511,75 m1,78 m6,3 km/h
XPLR + 36T · 36/461,75 m1,78 m6,3 km/h
Eagle Mullet · 40/521,72 m1,75 m6,2 km/h
Ekar GT · 36/481,67 m1,70 m6,0 km/h
XPLR + 34T · 34/461,65 m1,68 m5,9 km/h
XPLR + Garbaruk · 38/521,63 m1,66 m5,9 km/h
XPLR + 32T · 32/461,55 m1,58 m5,6 km/h
Adriens Umbau · 36/521,54 m1,57 m5,6 km/h

Zwischen der serienmäßigen XPLR-Übersetzung und Adriens Umbau liegen dreißig Zentimeter pro Kurbelumdrehung. Das klingt wenig. Wer den kleinsten Gang bei 60 Umdrehungen pro Minute fährt, bewegt sich mit der Serienübersetzung mit 6,6 km/h, mit Adriens Übersetzung dagegen mit 5,6 km/h. Umgekehrt erlaubt der kürzere Gang bei gleicher Fahrgeschwindigkeit eine knapp zwanzig Prozent höhere Trittfrequenz – und entsprechend weniger erforderliches Kurbelmoment.

Zur Rechnung

Abrollumfänge schwanken je nach Reifenmodell, Karkasse, Luftdruck und Zuladung um ein bis zwei Prozent. Die Werte oben sind Näherungen für 700er Laufräder mit 45 beziehungsweise 50 Millimeter breiten Gravelreifen. Für den Vergleich der Setups untereinander spielt das keine Rolle – der Fehler wirkt auf alle Zeilen gleich.

Wer die eigene Kombination durchrechnen will, statt sich an unseren Beispielen zu orientieren: Der Gear Calculator unter gear-calculator.com stellt Kettenblatt, Kassette, Reifenbreite und Trittfrequenz frei ein und zeigt die Entfaltung aller Gänge auf einmal.

Es geht bei alldem nicht darum, eine Fünfzehn-Prozent-Rampe irgendwie hochzudrücken. Das gelingt auch mit einer zu langen Übersetzung, einmal. Es geht darum, nach sechs, zehn oder fünfzehn Stunden möglichst wenig Substanz dabei zu verlieren und am nächsten Morgen wieder dasselbe tun zu können.

Zehn Prozent klingen nach nichts. Nach acht Stunden können sie die Differenz zwischen Fahren und Schieben sein.

Welche Übersetzung für welchen Wegtyp?

„Gravel“ beschreibt einen Untergrund, aber noch keinen Weg. Ein moderner Forstweg, ein historischer Saumweg und eine ehemalige Militärstraße können auf der Karte gleich aussehen und an dasselbe Ziel führen. Für die Übersetzung stellen sie trotzdem sehr unterschiedliche Anforderungen – und wer weiß, welchen Wegetyp er vor sich hat, kann seinen Berggang deutlich gezielter wählen als über die durchschnittliche Steigung.

WegtypTypischer CharakterBegrenzender FaktorBerggang (Orientierung)
Moderner Gravelweggut rollender FeinschotterTempo und Abstufung0,78–0,90
Asphaltierter Passgleichmäßig, wenig RollwiderstandDauerleistung0,75–0,85
Moderne Forststraßebefestigt, moderate RampenDauerleistung0,75–0,85
Militärstraße, gut erhaltenlange Auffahrt, regelmäßige Kehren, oft 8–12 %Dauer und Gepäck0,70–0,78
Römerstraßewechselnd: befestigt bis grobes PflasterRollwiderstand und Schläge0,68–0,78
Alm- und Wirtschaftswegsteile Beton-, Erd- oder SchotterrampenSpitzensteigung0,65–0,75
Militärstraße, verfallenloser Schotter, Auswaschungen, steile RampenTraktion bei geringem Tempo0,65–0,72
Historischer Saumwegschmal, unregelmäßig, oft steil und grobBalance, Untergrund, Schiebepassagen0,65–0,70
Orientierung, kein Naturgesetz

Die Werte in der rechten Spalte sind unsere Einordnung aus der Logik dieses Artikels, keine gemessene Größe. Der historische Wegetyp bestimmt die Übersetzung nicht allein: Eine Militärstraße kann frisch geschottert und gleichmäßig sein, die nächste verblockt und ausgewaschen. Entscheidend sind immer Steigung, Oberfläche, Erhaltungszustand, Dauer und Systemgewicht zusammen.

Militärstraßen verlangen vor allem einen Gang, der sich über lange, gleichmäßige Anstiege treten lässt. Auf Saumwegen kommen geringe Geschwindigkeit, loser Untergrund und enge Kehren hinzu; dort hilft eine Übersetzung um 0,65 bis 0,70, ohne unvermeidliche Schiebepassagen abzuschaffen. Bei Römerstraßen schwankt der Zustand so stark, dass Bezeichnung und Durchschnittssteigung wenig aussagen. Entscheidend bleiben Oberfläche, Erhaltungszustand, Dauer und Systemgewicht.

Auf unsere Beispielstrecken übertragen heißt das: Die Strada degli Eroi am Pasubio ist eine gut erhaltene Militärstraße und verlangt vor allem einen Gang, den man eine Stunde am Stück treten kann. Der Colle delle Finestre fordert dasselbe, nur länger – hier geht es um Dauerleistung, nicht um einen technischen Extremgang. Das Klammljoch dagegen ist alpiner Wirtschaftsweg mit wechselnder Steigung: Dort schlagen Gepäck und einzelne Rampen durch, und genau da wird die Reserve nach unten wichtig. Ein 38/46-Setup kann auf frisch geschottertem Untergrund völlig ausreichen und wenige Kilometer später auf einem steilen, verfallenen Abschnitt zu groß sein.

Option 1: kleineres Kettenblatt

Das billigste Bauteil im Antrieb ist zugleich dasjenige mit der größten Wirkung. Genau hier ist der Zubehörmarkt eingestiegen – bei SRAMs 8-Bolt-Direct-Mount-Aufnahme, die an allen aktuellen Road- und Gravelkurbeln sitzt.

Ein Wort zum Offset, weil es dabei regelmäßig durcheinandergeht. SRAM gibt für seine eigenen 8-Bolt-Road-Direct-Mount-Blätter offiziell 6,5 Millimeter Kettenblatt-Offset an und stellt zugleich klar, dass Wide-Kurbeln kein abweichendes Blatt brauchen – die Kettenlinie von 47,5 Millimetern entsteht über die längere Welle, nicht über das Kettenblatt. Der Zubehörmarkt arbeitet überwiegend mit 6 Millimetern. Wolf Tooth beschreibt dieselbe Sache konsequenterweise gar nicht über den Offset, sondern über das Ergebnis: 45 Millimeter Kettenlinie an Standardkurbeln, 47,5 Millimeter an Wide-Kurbeln. Also genau der Wert, den SRAM für die XPLR-Wide-Kurbel vorgibt.

Wolf Tooth deckt in der Road/Gravel-Ausführung mit dem Drop-Stop-B-Profil 34 bis 52 Zähne ab; das 34er liegt direkt beim Hersteller bei rund 100 Euro. Entscheidend ist die Freigabe: Wolf Tooth nennt ausdrücklich SRAM-Gruppen mit zwölf und dreizehn Gängen, einschließlich Red XPLR AXS. Für ein 34er an einer aktuellen XPLR-Gruppe ist das damit die sauberste dokumentierte Lösung am Markt.

Works Components bietet als einziger Hersteller Größen bis 32 Zähne an. Die Blätter kosten rund 60 Euro und werden direkt aus Großbritannien verkauft. Genannt werden T-Type- und andere Ketten von zehn bis zwölf Gängen; eine Freigabe für 13-fach Flattop fehlt.

AluGear beginnt bei 36 Zähnen. Adriens Blatt kostete 88 Euro zuzüglich Versand und ist für bis zu zwölf Gänge ausgewiesen – passend zu seiner T-Type-Kette, aber ohne dokumentierte Freigabe für 13-fach Flattop.

Garbaruk nennt als einziger weiterer Hersteller SRAMs 13-fach-Flattop-Kette ausdrücklich, beginnt in der Road-Linie allerdings erst bei 38 Zähnen – und ist damit für die Frage nach dem kleineren Blatt uninteressant. Dasselbe gilt für absoluteBlack, ebenfalls ab 38.

Achtung bei 13-fach

Wer eine aktuelle XPLR-E1-Gruppe fährt, benutzt eine 13-fach-Flattop-Kette. Von den kleinen Blättern führen bislang nur Wolf Tooth und Garbaruk 13-fach ausdrücklich in der Kompatibilitätsliste, und Garbaruk fängt erst bei 38 Zähnen an. AluGear und Works Components nennen in ihren Angaben zehn bis zwölf Gänge.

Das heißt nicht zwingend, dass die Blätter nicht funktionieren. Es heißt, dass es dafür keine Herstellerfreigabe gibt – und im Schadensfall auch keine Grundlage für eine Reklamation. Wer 13-fach fährt und ein 34er möchte, greift zu Wolf Tooth.

Für eine vorhandene 10–46er XPLR-Gruppe ergeben sich damit vier Ausbaustufen. 38 Zähne sind die Serie und ein guter Allrounder. 36 Zähne bringen rund fünf Prozent mehr Reserve, ohne den Charakter des Rades zu verändern. 34 Zähne senken den kleinsten Gang um gut zehn Prozent auf 0,739 und damit unter das, was ein Eagle-Mullet mit 40/52 leistet. 32 Zähne kommen auf knapp sechzehn Prozent und landen bei 0,696.

Besonders 34/46 verdient Aufmerksamkeit. Ein einzelnes Bauteil für rund sechzig bis hundert Euro liefert dort einen kleineren Berggang als ein kompletter Mullet-Umbau mit MTB-Schaltwerk und 10–52er Kassette – und einen kleineren als Campagnolos serienmäßiges 36/48.

Was davon in Deutschland lieferbar ist

Im deutschen Handel beginnt das verfügbare Angebot weitgehend bei 38 Zähnen. Kleinere Blätter fanden wir zum Redaktionsschluss nur direkt bei Wolf Tooth, AluGear oder Works Components; das 32er ausschließlich bei Works Components. Wer unter 38 Zähne will, bestellt deshalb meist beim Hersteller.

Verfügbarkeit, Stand August 2026

38 Zähne und größer: im deutschen Handel breit verfügbar, mehrere Hersteller, 62 bis 96 Euro.

36 Zähne: beim Hersteller im Programm (AluGear, Wolf Tooth, Works Components), im deutschen Handel nicht gelistet.

34 Zähne: Wolf Tooth und Works Components führen entsprechende Blätter; eine kurzfristig verfügbare deutsche Bezugsquelle konnten wir zum Redaktionsschluss nicht finden.

32 Zähne: ausschließlich Works Components, ausschließlich direkt.

Wer unter 38 Zähne will, bestellt also beim Hersteller – mit Lieferzeit und der üblichen Freude, wenn ein Bauteil zurückgeschickt werden muss.

Das ist kein Zufall und kein Versagen einzelner Händler. Es ist die logische Folge davon, dass kein Hersteller unter 36 Zähnen etwas ab Werk vorsieht. Was serienmäßig nicht existiert, wird auch nicht bevorratet.

Option 2: größere Kassette – und was sich hier gerade ändert

Man kann das Problem natürlich auch hinten lösen. SRAM Eagle Transmission liefert 10–52er Kassetten mit 520 Prozent Bandbreite, und in Kombination mit einem 40er Road-Kettenblatt ergibt das die 0,769, mit denen Adrien bis vor kurzem unterwegs war. Das funktioniert und ist erprobt – setzt aber ein MTB-Schaltwerk voraus.

Der Haken zeigt sich, sobald man von einer aktuellen Rival XPLR E1 kommt. Deren Schaltwerk ist auf die 13-fach-Kassette mit 46 Zähnen ausgelegt. Eine 10–52er lässt sich nicht einfach nachrüsten – es braucht ein anderes Schaltwerk, eine andere Kassette und eine andere Kette; nur bei einem inkompatiblen Freilaufstandard kommt noch ein neuer Freilaufkörper hinzu. Aus dem Kassettenwechsel wird ein Antriebsumbau, der je nach Teilewahl schnell an der Grenze zum vierstelligen Bereich liegt.

Dass ein solcher Mullet-Umbau zwar technisch naheliegt, wirtschaftlich aber schnell ausufert, beschrieb Torsten Frank bereits 2019 an seinem geplanten Atlas-Mountain-Race-Rad: Allein Eagle-Schaltwerk, Kassette und Kette summierten sich damals je nach Kassette auf 690 bis 830 Euro.

Für Fahrer mit einem serienmäßigen Road- oder XPLR-Antrieb ist deshalb das Kettenblatt die naheliegende Lösung. Wer nur für einen Alpenurlaub einen kleineren Berggang braucht, kann ihn für sechzig bis hundert Euro nach unten verschieben, ohne bereits bezahlte Komponenten am Hinterrad auszutauschen.

Anders sieht die Rechnung beim Neukauf aus. SRAMs elektronische Road-Schalthebel lassen sich mit einem Eagle-Transmission-Antrieb kombinieren; Hersteller könnten ein solches Mullet daher unmittelbar ab Werk anbieten. Dann entfiele der teure Austausch bereits bezahlter Road-Komponenten.

Genau so war Adriens Rad serienmäßig aufgebaut: Force-Wide-Roadkurbel vorne, X0 Eagle Transmission mit 10–52er Kassette hinten. Trotzdem war selbst 40/52 für seine beladenen Gebirgstouren noch zu lang. Deshalb ersetzte er nicht den bereits vorhandenen MTB-Antrieb, sondern lediglich das 40er Blatt an der Road-Kurbel durch ein 36er. Der Fall zeigt zweierlei: Eine Eagle-Kassette kann am Gravelbike ab Werk sinnvoll sein – und selbst 52 Zähne hinten ersetzen nicht automatisch ein ausreichend kleines Kettenblatt vorne.

Der Zubehörmarkt löst inzwischen auch das

Seit 2026 gibt es allerdings eine Möglichkeit, die es bei Redaktionsschluss der ersten Fassung dieses Textes noch nicht gab. Garbaruk fertigt eine 13-fach-Kassette mit 10 bis 52 Zähnen ausdrücklich für SRAMs XPLR-Generation. Die Abstufung lautet 10-11-12-14-16-18-21-24-28-32-37-44-52, das ergibt 520 statt 460 Prozent Bandbreite bei 343 Gramm.

Entscheidend ist die Kompatibilitätsangabe. Garbaruk nennt für Rival XPLR und Force XPLR den serienmäßigen Schaltwerkskäfig als ausreichend; nur für Red XPLR ist ein eigener Käfig zwingend, weil der Carbonkäfig dort zu dick baue, um sauber auf das 52er Ritzel zu schalten. Wer also eine Rival XPLR E1 fährt, kann das Schaltwerk behalten.

Damit verschiebt sich die Rechnung erheblich. Mit dem serienmäßigen 38er Kettenblatt ergibt sich 38 zu 52, also 0,731 – gut elf Prozent kürzer als die Serie und damit knapp unter dem, was ein 34er Blatt an der 10–46er Kassette leistet. Wer beides kombiniert, ein kleineres Blatt und die große Kassette, landet bei 34 zu 52 und einem Verhältnis von 0,654. Das ist MTB-Terrain, erreicht mit einem Road-Schaltwerk.

Was dabei zu bedenken ist

Die Kassette kostet im deutschen Handel ab etwa 259 Euro und damit ungefähr das Doppelte einer neuen Rival-Kassette. Sie ist ausdrücklich nur für 1x-Antriebe und nur für SRAMs Flattop-Kette freigegeben.

Und obwohl Garbaruk den Serienkäfig für Rival und Force als ausreichend bezeichnet, beschreiben Testberichte für das 52er Ritzel zwei Eingriffe am Schaltwerk: das Entfernen einer Kunststoffabdeckung am Käfig und zwei mitgelieferte Distanzscheiben am oberen Leitröllchen, danach eine neue B-Gap-Einstellung. Wer das macht, verändert ein SRAM-Bauteil – auf die Herstellergarantie sollte man sich danach nicht mehr verlassen.

Ein Langzeittest berichtet außerdem von einer minimal lauteren Kassette und davon, dass die Schaltwerkseinstellung genauer sitzen muss als beim Original, weil die Ritzelpositionen von SRAMs Abstufung abweichen.

Nach oben ist damit übrigens Schluss. 52 Zähne sind bei allen großen Herstellern das Maximum, auch bei SRAM Eagle Transmission; darüber findet sich nur vereinzelt Nischenware. Wer mehr Berggang will, muss vorne kleiner werden.

Option 3: MTB-Kurbel – und eine Möglichkeit, die verschwindet

Noch kleinere Blätter führen ins MTB-Regal, wo 32 und 34 Zähne seit Jahren normal sind. Für sehr steiles Gelände und schwere Beladung ist das die konsequenteste Lösung. Sie ändert allerdings Kettenlinie und Q-Faktor, wirft je nach Rahmen Fragen zur Kettenstrebenfreiheit auf und kann weitere Änderungen an Innenlager und Spacern erforderlich machen. Bleibt man innerhalb desselben Lagerstandards, kann das vorhandene Innenlager unter Umständen weiterverwendet werden – verlassen sollte man sich vorher nicht darauf.

Genau deshalb ist das wachsende Angebot kleiner Road- und Gravel-8-Bolt-Blätter interessant. Es schließt die Lücke zwischen Gravel- und MTB-Übersetzung, ohne den halben Antrieb zu tauschen.

Bleibt der Trick, mit dem Adrien sein altes Rad bergtauglich gemacht hatte: ein Adapter, der das Schaltwerk am Schaltauge nach unten und hinten versetzt und so Platz für ein größeres Ritzel schafft, als der Hersteller freigibt. Wolf Tooth verkauft solche Verlängerungen als RoadLink, andere Anbieter haben Vergleichbares im Programm; Adrien nutzte ein Teil dieser Bauart und fuhr damit 42 statt der freigegebenen 36 Zähne, nach seiner Aussage über Jahre problemlos.

Die Hersteller solcher Adapter sind dabei bemerkenswert offen: Die Verlängerung schafft Freigang, sie erhöht aber nicht die Kettenkapazität des Schaltwerks. Wolf Tooth weist ausdrücklich darauf hin, die veröffentlichte Kapazität nicht zu überschreiten, nennt Ergebnisse je nach Rahmen und Schaltauge als unterschiedlich und empfiehlt bei Road-Schaltwerken ohne Kupplung eine zusätzliche Kettenführung im Gelände. In der Praxis kommt meist eine längere Kette dazu.

Wer sich für die mechanische Vorgängergeneration dieser Mullet-Idee interessiert, findet bei Biketour Global einen bereits 2020 veröffentlichten ausführlichen Praxisvergleich. Drei konkrete 1×11-Mullet-Systeme werden dort mit Preisen und Praxiserfahrungen gegenübergestellt. Technisch ist das weiterhin nützlich, aber klar an die damalige Generation aus Schaltzug, Shiftmate, RoadLink und Garbaruk-Käfig gebunden; elektronisches AXS erscheint nur als teure Zukunftslösung.

Für die aktuelle Gerätegeneration ist dieser Weg allerdings versperrt. SRAMs Full-Mount-Schaltwerke sitzen ohne Schaltauge direkt an der Hinterachse – es gibt schlicht kein Bauteil mehr, zwischen das sich eine Verlängerung setzen ließe. Was jahrelang der billigste Weg zu einem größeren Ritzel war, verschwindet mit der Bauweise, die als Fortschritt verkauft wird.

Alle Wege im Überblick

Fasst man zusammen, was tatsächlich zur Verfügung steht, ergibt sich ein erstaunlich vollständiger Werkzeugkasten. Die entscheidende Trennlinie verläuft dabei nicht zwischen teuer und billig, sondern zwischen den Umbauten, die das Schaltwerk in Ruhe lassen, und denen, die es nicht tun.

WegGilt fürGewinn am BergNeues Schaltwerk?Kosten
Kleineres Kettenblatt (36/34/32T)alle SRAM-8-Bolt-Kurbeln5 bis 16 %nein60–100 €
Garbaruk 10–52, 13-fachRival und Force XPLR E1rund 12 %neinab 259 €
Beides kombiniert (34/52)Rival und Force XPLR E1rund 21 %neinab 320 €
Garbaruk 10–48, 12-fachXPLR AXS 12-fachrund 8 %neinab 299 €
e*thirteen Helix 9–45XPLR AXS 12-fachrund 12 %*neinab 200 € + Blatt
Schaltwerkskäfig-KitSRAM Road-AXS 12-fach18 bis 28 %nur der Käfig90–156 €
SRAM Eagle Transmission 10–52elektronische SRAM-AXS-Roadschalthebel; UDH-Rahmen erforderlichje nach Kettenblattjamehrere hundert Euro
MTB-Kurbel mit 32/34Tallegroßneinvariabel
Schaltaugen-Verlängerungnur Rahmen mit Schaltaugeein bis zwei Ritzelstufennein25–35 €
Einzelritzel-Erweiterung–––gibt es nicht mehr

* Bei gleichbleibender Endgeschwindigkeit, siehe unten.

Wer noch die 12-fach-Generation fährt

Die 12-fach-XPLR-Gruppen sind SRAM-seitig bei 44 Zähnen gedeckelt. Garbaruk gibt für seine 10–48er Kassette am serienmäßigen XPLR-Schaltwerk ausdrücklich „plug and play“ an – acht Prozent kürzer, ohne jedes Zusatzteil.

Interessanter ist ein Weg, der selten diskutiert wird. e*thirteen baut eine 9–45er Kassette und bezeichnet sie als direkten Ersatz für SRAMs 10–44. Ein Zahn mehr am großen Ritzel bringt praktisch nichts – der Hebel ist das 9er Ritzel am anderen Ende. Wer gleichzeitig vorne von 42 auf 38 Zähne geht, behält oben denselben größten Gang und gewinnt unten gut elf Prozent. Man verschiebt die gesamte Bandbreite nach unten, ohne oben etwas abzugeben. Der Preis dafür: Ein 9er Ritzel verschleißt schneller und läuft weniger effizient als ein 10er.

Und wer ein reines Road-AXS-Schaltwerk am Gravelbike hat, das bei 36 Zähnen endet, kann statt des ganzen Schaltwerks nur den Käfig tauschen. Ratio Technology kommt damit auf 44 Zähne, Garbaruk auf 50 – das sind 18 beziehungsweise 28 Prozent, für unter 160 Euro. Beides bedeutet einen Eingriff am Schaltwerk und damit das Ende der SRAM-Garantie.

Was es nicht mehr gibt

Wer aus der 10- und 11-fach-Zeit noch Einzelritzel-Erweiterungen kennt – Wolf Tooth Giant Cog, OneUp Shark –, sucht für 12- und 13-fach vergeblich. Solche Kits funktionierten, weil sich bei HG-Freiläufen einzelne Ritzel vom Träger trennen ließen. Aktuelle Kassetten sind vernietet oder aus einem Stück gefräst; SRAM schreibt dazu selbst, einzelne Ritzel ließen sich nicht tauschen. Das Konzept ist mit der Bauweise verschwunden.

Und wenn man kein SRAM fährt

Bei Campagnolo führt der Weg über den eigenen Katalog. Die große 10–48er Kassette verlangt das Ekar-GT-Schaltwerk mit dem längeren Käfig; das ältere Ekar-Schaltwerk deckt sie nicht ab. Wer von Ekar auf Ekar GT geht, bekommt zusätzlich Zugriff auf das 36er Kettenblatt, das es in der ursprünglichen Gruppe nicht gab. Der Zubehörmarkt fällt hier aus, weil Campagnolo Fremdkomponenten für die 13-fach-Kette ausdrücklich ausschließt – dafür ist die Werkslösung die bergorientierteste der drei.

Bei Shimano ist die Antwort unspektakulär: Man braucht in der Regel gar nichts vom Zubehörmarkt. Das lange Schaltwerk der GRX RX822 ist ab Werk für 51 Zähne freigegeben – mehr, als SRAM für XPLR je vorgesehen hat. Wer an einer GRX 12-fach einen zu kleinen Berggang hat, fährt meist schlicht die kurze Schaltwerksvariante mit der 10–45er Kassette. Der Wechsel auf das lange Schaltwerk samt 10–51er Kassette ist dann der naheliegende Weg, und mit dem 38er Blatt der RX610 kommt man auf 0,745. Aftermarket-Kassetten bringen an dieser Stelle rund zwei Prozent und lohnen nicht.

Das ist bemerkenswert genug, um es festzuhalten: Bei Shimano löst man das Problem im Katalog. Bei Campagnolo löst man es im Katalog. Bei SRAM löst man es im Zubehörmarkt.

Adriens Umbau in der Praxis

Der Umbau selbst erwies sich als erfreulich unspektakulär. Kurbel mit einem 8-mm-Inbus abnehmen, die acht Torx-Schrauben des Direct-Mount-Kettenblatts lösen, neues Blatt montieren, Kettenlänge anpassen. Rückmeldung nach der Montage: läuft, und ging schnell.

Zur Schraubengröße gibt es eine verbreitete Verwechslung. SRAM schreibt im Handbuch für Kettenblatt und Spider Torx T20 und 4 Newtonmeter vor, über Kreuz angezogen; Wolf Tooth nennt für seine 8-Bolt-Blätter exakt dieselben Werte und legt passende Schrauben bei. Die gelegentlich zitierten 6 bis 7 Newtonmeter gehören zur älteren 3-Bolt-Aufnahme und haben hier nichts verloren.

Bei Adriens Blatt stellte sich die Frage gar nicht: AluGear legt keine Schrauben bei, die originalen SRAM-Schrauben wurden weiterverwendet. Damit gilt schlicht die SRAM-Vorgabe. Wer ein Fremdblatt kauft, sollte trotzdem vorher klären, ob Schrauben dabei sind – die Länge muss zur Blattdicke passen.

Der zweite Punkt, der in Umbauberichten regelmäßig untergeht, ist die Kette. Ein deutlich kleineres Kettenblatt kann eine andere Kettenlänge nötig machen. Zwingend ist das nicht – es hängt davon ab, wie die Kette bisher abgelängt war und welche Kapazität das Schaltwerk hat. Nach unten wird gekürzt – Adrien nahm beim Sprung von 40 auf 36 Zähne ein Paar aus Innen- und Außenglied heraus. Nach oben geht das nicht: Eine einmal gekürzte Kette lässt sich nicht wieder verlängern, dort braucht es eine neue. Dazu kommt in jedem Fall ein frisches Kettenschloss, und wer auf eine bereits eingefahrene Kassette eine neue Kette legt, sollte den Verschleißzustand beider Teile im Blick behalten.

Adriens Umbau

Vorher: SRAM Force Wide Road-Kurbel, 40T · X0 Eagle Transmission Schaltwerk · 10–52T Kassette · X0 T-Type-Kette · kleinster Gang 40/52 = 0,769

Nachher: AluGear 8-Bolt Road/Gravel, 36T, 6 mm Offset · übrige Teile unverändert · kleinster Gang 36/52 = 0,692

Werkzeug: 8-mm-Inbus für die Kurbelschraube, Torx T20 für die acht Kettenblattschrauben (SRAM-Vorgabe: 4 Nm, über Kreuz), Kettennieter, Drehmomentschlüssel. Die originalen SRAM-Schrauben wurden weiterverwendet.

Kette: um ein Paar aus Innen- und Außenglied gekürzt, neues PowerLock.

Kosten: 88 Euro plus Versand für das Kettenblatt.

Praxis: drei Wochen Berner Oberland, beladen, mehrere Tage in Folge mit 2.500 bis 3.000 Höhenmetern.

Damit ist die Ausgangsfrage beantwortet. Es geht nicht mehr darum, ob sich eine Force-Wide-Kurbel mit einem kleineren Aftermarket-Blatt kombinieren lässt. Zumindest 36T mit AluGear ist in der CXBerlin-Praxis angekommen.

Aus dem Umbau ergab sich noch eine Idee, die zunächst nach unnötiger Schrauberei klingt: Wenn der Wechsel so einfach ist, ließen sich zwei Konfigurationen parallel fahren. Größeres Blatt mit passender Kette für Brandenburg, 36T mit kürzerer Kette für die Berge. Wer sein Rad tatsächlich für beides benutzt, könnte darin einen Sinn sehen.

Wenn man wechselt

Wer regelmäßig zwischen 40 und 36 Zähnen wechselt, benötigt wegen der unterschiedlichen Länge praktisch zwei zugeordnete Ketten samt neuen PowerLocks. Adrien bewahrt Blatt und Kette deshalb als Satz auf. Die gemeinsam genutzte Kassette verschleißt dabei allerdings mit zwei unterschiedlich eingefahrenen Ketten.

Der Praxistest: drei Wochen Berner Oberland

Bis hierhin war das alles Theorie mit Tabellen. Inzwischen ist es das nicht mehr.

Adrien fährt in der CXBerlin-Gruppe mit, plant seine Touren als mehrwöchiges Bikepacking im Gebirge und hat den hier beschriebenen Umbau selbst vorgenommen. Er hat das 36er Blatt rechtzeitig vor der Abreise montiert bekommen und ist damit die Pässe rund um Interlaken gefahren, beladen, mehrere Tage hintereinander mit 2.500 bis 3.000 Höhenmetern. Sein Urteil fällt eindeutig aus: Ohne einen so kleinen Gang wäre das beladen kaum erträglich gewesen. Mit einer zu langen Übersetzung, sagt er, hätte er Anstiege auslassen und deutlich mehr schieben müssen.

Interessanter als die Bestätigung ist das, was ihm nicht gefehlt hat. An keiner Stelle habe er eine Grenze am oberen Ende gespürt. Genau jenes Argument also, mit dem sich große Kettenblätter üblicherweise begründen lassen, spielte auf drei Wochen Gebirge keine Rolle. Dazu kommt ein Nebeneffekt, den man in Datenblättern nicht findet: Die kleinere Übersetzung sei spürbar angenehmer an den Knien. Eine Aussage über geringeren Kettenverschleiß lässt sich daraus allerdings nicht ableiten – bei gleichem Kurbelmoment steigt die Kettenzugkraft am kleineren Blatt sogar.

Die meisten Leute nutzen die Höchstgeschwindigkeit ihres Rades nie. Begrenzt werden sie unten.

Adrien, nach drei Wochen Berner Oberland

Löst eine längere Kurbel das Problem?

Eine längere Kurbel erzeugt bei gleicher Pedalkraft mehr Drehmoment. Untersuchungen finden innerhalb üblicher Kurbellängen jedoch kaum Unterschiede bei Leistung oder Effizienz. Kurbellänge beeinflusst vor allem Hüftwinkel, Sitzposition und Bodenfreiheit – den fehlenden Berggang ersetzt sie nicht.

Der Preis am oberen Ende

Bezahlt wird jede dieser Änderungen dort, wo es schnell geht. Wer von 38 auf 34 Zähne wechselt, verliert zehn Prozent Übersetzung in jedem Gang, auch im größten. Aus 38/10 wird 34/10, aus 8,47 Metern Entfaltung werden 7,58. Bei 90 Umdrehungen pro Minute entspricht das einem Unterschied von rund 46 zu 41 km/h.

Für ein Gravelrennen kann das entscheidend sein. Wer regelmäßig in schnellen Gruppen fährt und bei 45 km/h noch Druck aufs Pedal bringen will, ist mit 40 oder 42 Zähnen vorne richtig bedient. Für eine beladene Passabfahrt ist die Frage dagegen akademisch: Dort bremst man, statt zu treten.

Das ist kein Widerspruch, sondern die eigentliche Pointe. Ein Straßenrennrad, ein Zeitfahrrad und ein voll beladenes Gravelbike auf einer Militärstraße stellen unterschiedliche Anforderungen. Problematisch wird es erst, wenn ein einziges serienmäßiges Setup all das gleichzeitig abdecken soll.

Welche Übersetzung für welchen Einsatz?

38T (Serie, 38/46 = 0,826) · Allround und schnell. Für Brandenburg, Feierabendrunden und schnelle Gruppenfahrten völlig ausreichend. Kein Grund zum Umbau.

36T (36/46 = 0,783) · Die vorsichtige Bergvariante. Fünf Prozent mehr Reserve, Charakter des Rades bleibt erhalten. Entspricht ziemlich genau Shimanos serienmäßigem 40/51. In der CXBerlin-Praxis erprobt.

34T (34/46 = 0,739) · Der interessanteste Kompromiss für alpine Langstrecke und Bikepacking. Gut zehn Prozent kürzer als die Serie, kleiner als Ekar GT und kleiner als ein 40/52-Mullet. Am oberen Ende noch rund 41 km/h bei 90 Umdrehungen. Für 13-fach nur von Wolf Tooth freigegeben.

32T (32/46 = 0,696) · Die konsequente Bergvariante, knapp sechzehn Prozent kürzer als die Serie. Für schwer beladene, steile Touren. Im Flachland fehlt der Gang oben spürbar. Nur von Works Components erhältlich.

Oder hinten: Die Garbaruk 10–52 bringt mit dem serienmäßigen 38er Blatt 0,731 und kostet ab 259 Euro. Teurer als ein Kettenblatt, dafür bleibt das obere Ende unangetastet und die Bandbreite wächst auf 520 Prozent. Wer beides kombiniert, kommt mit 34/52 auf 0,654.

Und wer bereits ein Eagle-Mullet mit 10–52 fährt wie Adrien, ist ohnehin gut aufgestellt. Wenn selbst 40/52 nicht reicht, ist ein 36er Blatt die kleinste und billigste denkbare Änderung – und bringt genau jene zehn Prozent, die zwischen einem sportlichen Berggang und einem echten Rettungsgang liegen.

Was die Hersteller ändern könnten

Bleibt eine Frage, die dieser Artikel nicht beantworten kann, weil sie nicht an die Fahrer gerichtet ist.

Der gesamte Bereich unter 38 Zähnen wird derzeit von drei kleinen Zubehörfirmen bedient. Sie fertigen ordentliche Teile, sie liefern schnell, und sie haben ein Marktsegment erkannt, das die Gruppenhersteller ignorieren. Was sie nicht liefern können, ist eine Systemfreigabe. Kein Fahrer kann aus einer Kompatibilitätsangabe für zwölf Gänge herauslesen, ob das Blatt mit einer 13-fach-Kette dauerhaft funktioniert. Die einzige Stelle, die das verbindlich klären könnte, ist der Hersteller der Gruppe.

Dabei hat die Kategorie diesen Schritt an jeder anderen Stelle längst gemacht. Reifenfreiheit, Rahmengeometrie, Schaltwerke mit Kupplung, MTB-Kassetten: Das Gravelbike hat einen erheblichen Teil des Einsatzbereichs übernommen, den früher das Hardtail besetzt hat – technisches Gelände bleibt die Grenze. Nur bei der Übersetzung tut es weiter so, als ginge es zum Rennen im Flachen. Ein Rad, das die Aufgabe des Hardtails übernimmt, sollte auch dessen Übersetzung haben dürfen.

Technisch spricht wenig dagegen. Ein 34er Direct-Mount-Blatt ist kein Entwicklungsprojekt, sondern eine weitere Zeile in einer bestehenden Teileliste. Die Kettenlinie bleibt, die Aufnahme bleibt, das Zahnprofil bleibt. Bei Kassette und Schaltwerk läge der Aufwand höher, beim Kettenblatt ist er minimal. Shimano hat im April 2026 gezeigt, dass sich so eine Liste nachträglich erweitern lässt – allerdings nach oben, mit 44 und 46 Zähnen.

Es ist bemerkenswert, dass eine Kategorie, die mit Fernweh beworben wird, ihre Übersetzung an relativ flachen Rennen ausrichtet.

Dass die Erweiterung nach oben und nicht nach unten kommt, ist keine technische Entscheidung, sondern eine über die Zielgruppe. Gravel wird mit Rennen, Watt und Durchschnittsgeschwindigkeit vermarktet – zugleich aber mit Zelt am Lenker, Alpenpanorama und Fernweh.

Wer beides verspricht, sollte beides liefern. Ein 34er Kettenblatt im offiziellen Programm, mit Freigabe für die eigene 13-fach-Kette, in der eigenen Ersatzteilliste und damit im Lager der Händler, würde daran mehr ändern als der nächste Werkstoffhinweis in der Produktbeschreibung. Bis dahin bleibt der Berggang, den viele Käufer eigentlich bräuchten, ein Importartikel.

Adrien hat vier Zähne entfernt, ist damit drei Wochen über die Schweizer Pässe gefahren und hat am oberen Ende nichts vermisst. Das hat die Einsatzmöglichkeiten seines Rades stärker verändert als jeder Komponententausch, den man ihm hätte verkaufen können – und es hat 88 Euro gekostet.

Häufige Fragen

Passt jedes Kettenblatt an eine SRAM-Gravelkurbel?

Nein. Aktuelle SRAM-Road- und Gravelkurbeln nutzen eine 8-Bolt-Direct-Mount-Aufnahme. Aus dem Zubehör gibt es dafür 32 bis 52 Zähne. Blätter mit 3-Bolt-Aufnahme oder T-Type-Profil aus dem MTB-Regal passen nicht.

Funktioniert ein Aftermarket-Blatt mit SRAMs 13-fach-Kette?

Ausdrücklich freigegeben ist das bislang nur bei Wolf Tooth, dort ab 34 Zähnen, und bei Garbaruk ab 38. AluGear und Works Components nennen in ihren Angaben zehn bis zwölf Gänge. Das heißt nicht, dass es nicht läuft – es heißt, dass es im Schadensfall keine Grundlage für eine Reklamation gibt.

Welche Torx-Größe brauche ich für die acht Schrauben des SRAM-Direct-Mount-Kettenblatts?

T20, 4 Newtonmeter, über Kreuz angezogen. So steht es in SRAMs Handbuch für Kettenblatt und Spider. Die gelegentlich zitierten 6 bis 7 Newtonmeter gehören zur älteren 3-Bolt-Aufnahme.

Muss die Kette gekürzt werden?

Oft, aber nicht zwangsläufig – das hängt von der bisherigen Kettenlänge und der Schaltwerkskapazität ab. Bei Adriens Sprung von 40 auf 36 Zähne fiel ein Paar aus Innen- und Außenglied weg, dazu kam ein neues Kettenschloss; PowerLocks sind bei SRAM Einmalartikel. Nach oben geht das nicht: Eine einmal gekürzte Kette lässt sich nicht wieder verlängern.

Geht bei SRAM XPLR auch eine größere Kassette, ohne das Schaltwerk zu tauschen?

Bei Rival und Force XPLR ja. Garbaruk gibt für seine 13-fach-Kassette mit 10 bis 52 Zähnen den serienmäßigen Schaltwerkskäfig als ausreichend an; nur Red XPLR braucht einen eigenen Käfig. Testberichte beschreiben dafür allerdings zwei Eingriffe am Schaltwerk, womit die SRAM-Garantie entfällt.

Kann ich SRAM-Road-Schalthebel mit einem Eagle-Transmission-Schaltwerk kombinieren?

Ja, elektronische SRAM-AXS-Road-Schalthebel können ein Eagle-Transmission-Schaltwerk ansteuern. Dafür braucht der Rahmen eine UDH-Aufnahme; außerdem gehören eine passende Eagle-Transmission-Kassette und eine T-Type-Kette zum System. Mit mechanischen SRAM-Road-Schaltbremshebeln funktioniert diese Kombination nicht.

Brauche ich beim Wechsel von SRAM XPLR auf Eagle einen neuen Freilaufkörper?

Bei einem vorhandenen XDR-Freilauf normalerweise nicht. Die XD-Kassette von Eagle lässt sich mit einem 1,85-Millimeter-Distanzring auf einem XDR-Freilauf montieren. Nur wenn das Laufrad einen inkompatiblen Freilaufstandard verwendet, kann ein anderer Freilaufkörper oder im ungünstigsten Fall ein anderes Hinterrad nötig werden.

Was ist sinnvoller: ein kleineres Kettenblatt oder eine größere Kassette?

Ein kleineres Kettenblatt ist die günstigste Lösung und verkürzt alle Gänge gleichzeitig. Dafür geht am schnellen Ende derselbe Prozentsatz verloren. Eine größere Kassette erhält den größten Gang und erweitert die Gesamtbandbreite, kostet aber deutlich mehr und kann ein anderes Schaltwerk, eine andere Kette oder Eingriffe am vorhandenen Schaltwerk erfordern. Für einen gelegentlichen Alpenurlaub ist das Kettenblatt meist die vernünftigere Lösung; für ein dauerhaft bergorientiertes Rad kann die größere Kassette sinnvoller sein.

Ist ein SRAM-XPLR-Kettenblatt mit 34 Zähnen wirklich leichter als ein Eagle-Mullet mit 40/52?

Ja. 34/46 ergibt ein Übersetzungsverhältnis von 0,739, 40/52 dagegen 0,769. Je kleiner die Zahl, desto leichter der Gang. Ein 34er Kettenblatt an der serienmäßigen XPLR-Kassette liefert deshalb einen etwas kleineren Berggang als das verbreitete Mullet-Setup mit 40er Blatt und 10–52er Kassette – allerdings bei geringerer Gesamtbandbreite und entsprechend weniger Übersetzung am schnellen Ende.

Welche SRAM-XPLR-Übersetzung eignet sich für alpines Bikepacking?

34 Zähne an der serienmäßigen 10–46er Kassette ergeben 0,739. Wer bereits eine 10–52er fährt, kommt mit einem 36er Blatt auf 0,692. Beides ist für beladene Alpentouren eine brauchbare Größenordnung.

Wie viel Endgeschwindigkeit kostet ein kleineres Blatt?

Von 38 auf 34 Zähne sind es zehn Prozent in jedem Gang, auch im größten. Bei 90 Umdrehungen pro Minute entspricht das rund 46 gegenüber 41 km/h. Auf einer beladenen Passabfahrt ist das eine akademische Frage, in einer schnellen Gruppe nicht.

Was kostet der Umbau insgesamt?

Das Kettenblatt liegt je nach Hersteller zwischen 60 und 100 Euro, dazu kommen ein Kettenschloss und gegebenenfalls eine neue Kette. Adrien hat für sein 36er Blatt 88 Euro zuzüglich Versand bezahlt.

Stand und Quellen

Alle Produkt-, Preis- und Verfügbarkeitsangaben in diesem Artikel: Stand September 2026. Sie ändern sich erfahrungsgemäß schnell – im Zweifel beim Hersteller nachsehen.

Primärquellen: SRAM Rival XPLR Kurbel · SRAM Rival XPLR Schaltwerk · Shimano GRX FC-RX610-1 · Shimano RD-RX822 · Campagnolo Ekar GT · Wolf Tooth 8-Bolt Road/Gravel · Works Components · AluGear · Garbaruk 13-fach 10–52 · BASPO, Sport Schweiz 2026

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4 Responses

  1. Danke für die Untersuchung und den schönen Artikel!

    Nach sehr kurzem Überflug des Artikels habe ich da natürlich etwas Senf hinzuzufügen:
    Ich fahre seit ca. vier Jahren die von Stocki modifizierte Force 1×11 auf 1×13 mit einem Force-Schaltwerk und Eagle-Käfig – ich vermute, man nennt das im Mullet-Setup.

    Ich fahre da bisher seit Beginn hinten 10–46 und bin vorne von 42 mittlerweile auf 34 runter und habe bisher keine Probleme oder Änderungen im Schaltverhalten festgestellt. Ich gehe davon aus, dass ich hinten auch Eagle-konform bis 52 hoch kann, das wäre einen Test wert.

    Die 34er-Blätter für vorne bin ich original von SRAM gefahren oder auch mehrere von AliExpress – ohne spürbaren Unterschied. Die von Ali sind entweder flach gebaut mit den sichtbaren Fräsungen auf der Oberseite (wie Garbaruk) und verzichten auf die starken Verstrebungen der SRAM-Blätter, ohne dass ich dadurch einen Nachteil verspüre. Aber ich trete auch nicht ständig 1000 Watt am Berg. Da das Blatt sehr klein ist, ist es an sich ja auch sehr seitenstabil. Diese flachen finde ich jetzt aber nur noch in oval (z. B. Deckas). Alternativ gibt es jetzt viele SRAM-ähnliche Blätter mit den Stabilitätsstreben.

    Das alles spielt sich im Bereich von 10–20 € ab, sodass man eine Menge experimentieren kann – siehe Foto anbei. Hier sind auch einige größere Blätter dabei, da ich ein identisches Setup (ohne Eagle-Käfig) auf dem Rennrad fahre. Ovale Blätter bin ich auch eine Zeit lang gefahren, bin davon aber wieder abgekommen, da ich das Gefühl hatte, sie machen mir eher Knieprobleme, als dass sie dagegen helfen.

    Ich fahre bisher ausschließlich SRAM-Flattop-Ketten (kein Ali in dem Segment). Ich bin der Meinung, dass die außerordentlich gut sind, und hier, wo es um den Materialpreis des Stahls geht, ist der Preisunterschied auch nicht so groß. Ich hatte noch mit keinem Kettenblatt Probleme mit dem Narrow-Wide-Konzept, alles hat immer nahtlos funktioniert und ich hatte nie Probleme, dass mir die Kette irgendwie runterfällt o. Ä.

    LG,
    Jan O.K.

    Nachtrag: Ein wichtiger Unterschied: meine modifizierte und nicht elektrische Force 1 (1×11) arbeitet in meinem Fall noch mit den 3-Bolt Direct Mount Standard von SRAM, das ändert ggf. die Verfügbarkeit der unten genannten Kettenblätter. Wobei ich ehrlich gesagt annehme, das vorn und hinten hier kompatibel wäre – aber natürlich einer anderen Kurbel bedarf, ich fahre mehrere 3-bolt direct mount bb30 Force kurbeln.

  2. Noch ein Nachtrag:
    Ich teile Euer Fazit total, dass der Weg zum kleineren Blatt vorne der sinnvollste ist und empfehle Euch, da mit günstigen Blättern von Ali Eurer Fantasie freien Lauf zu lassen. – und dann seit Ihr bei Eurer Modifikation für die Berge mit unter 50,- dabei – und der Wechsel des Blattes dauert mit etwas Übung 5 Minuten…

    Diese Flexibilität ist für mich der Hauptgrund warum ich überhaubt SRAM fahre. Ich wechsle ständig vorn, hinten ist in den letzten 5 Jahren alles gleich geblieben. Gravel: 10-46 / Rennrad: 10-42

    LG, Jan

  3. Vielen Dank für diese schöne Übersicht.
    Zwei kurze Anmerkungen:
    Ich fahre seit dem Frühjahr auf der Ekar ein 38er Kettenblatt von Stronglight, lediglich weil ich kein Original-Ersatzteil bekommen habe, nicht weil es etwas günstiger war. Funktioniert einwandfrei, kam ohne Kettenblattschrauben, also habe ich die alten von Campa wieder benutzt. Es gibt doch eine Alternative jenseits von Campagnolo.
    Mein Schwager fährt eine Ekar GT 10-48 Kassette mit der normalen Ekar Schaltung, Kettenblatt hat 42 Zähne. Das funktioniert einwandfrei, auch wenn es laut Campa nicht kompatibel sein soll.
    Viele Grüße!

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