Fahrräder dominieren das Straßenbild, Wohnungsnot bei ca. vier Millionen Einwohnern treibt Menschen in Zeltlager, die Wirtschaft stottert und Nazis nehmen den Reichstag ins Visier. Unterdessen vergnügt man sich allen Problemen zum Trotz an den Ufern der Dahme und des Müggelsees, genießt den Sommer, strömt in die Ausflugslokale und campt in großen Zeltlagern.
Die Waldsiedlung ist eine ehemalige Wohnsiedlung der Mitglieder des Zentral Komitees der ehemaligen DDR und durfte früher nur mit Sonderausweis betreten werden. Übriggeblieben ist der Betoncharme 60er Jahre und die Siedlung wird jetzt normal bewohnt.
Der Donnerstag ist ab dem 24. Juni endlich wieder dreckig. Diese Ausgabe wird den grauen Bändern im Norden gewidmet sein, jenen schnellen Schotterpisten, die vor allem die ehemaligen Abwasserkanäle der Stadt, die Rieselfelder, verbinden. Es handelt sich also um eine astreine Gravel-Tour. Das genau "Gravel Cycling" sein soll ist weitgehend ungeklärt und daher immer wieder Gegenstand von Kontroversen. Die Interpretationen reichen von Fast-MTB bis fast Rennrad. Absurderweise gibt es (wie für fast alles) jedoch eine deutsche Din-Norm, die das bis ins Detail klärt: Din 4022 legt von "Tonkorn" bis "Blöcke" exakt die Korngröße von Kies fest. Diese Tour erfüllt garantiert die Din-Norm.