Langzeittest: Adventure Hydration CrankTank.
Wasser ist Reichweite und warum zwei Flaschen nicht reichen.
Übersicht
Das Problem mit dem Durst
Ludwig Leichhardt, der große Australienforscher und Brandenburger, wurde 1813 in Trebatsch geboren – wenige Kilometer entfernt von der Lieberoser Heide – karge Kiefern, märkischer Sand, eine Gegend, die schon immer ein bisschen Wüste war und es nach Jahrzehnten als Truppenübungsplatz heute offiziell ist: die größte Wüste Deutschlands. Er studierte Naturwissenschaften, wanderte nach Australien aus und erkundete als einer der ersten Europäer das Innere des Kontinents. Die erste Durchquerung vom Osten bis zum Nordteil gelang ihm 1844 bis 1845. Seinen dritten Versuch überlebte er nicht. Er verschwand 1848 irgendwo im australischen Outback – die Forschungslage legt nahe, dass er in der Nähe der Simpsonwüste umkam. Ein Brandenburger, aufgewachsen neben einer deutschen Wüste, gestorben in einer australischen.
Knapp 180 Jahre später hat jemand in Australien ein Produkt entwickelt, das genau dieses Problem löst: zu wenig Wasser auf zu langer Strecke, zu weit weg von der nächsten Quelle. Und es landet in Brandenburg. Der Kreis schließt sich geografisch auf eine Art, die man sich nicht ausdenken müsste – aber man darf ihn bemerken.

Zwei Flaschen à 0,75 Liter (→ unser Titanium-Langzeittest) sind beim klassischen Gravelbike-Setup das Maximum – und das ist weniger, als man denkt, sobald die Touren länger werden oder die Nacht dazugehört. Wir haben das Problem hier schon einmal für Brandenburg durchgespielt. Der offensichtliche Fall: Hochsommer, lange Etappe, kein Nachfüllpunkt. Aber der häufigere Fall ist ein anderer: Bikepacking mit Übernachtung. Hinweg, Kochen am Abend, Kaffee am Morgen, Rückweg – das sind drei Liter und mehr. Und nicht jeder Biwakplatz liegt neben einer Quelle. Rucksack? Der Rücken schwitzt, das Gewicht sitzt hoch. Fullframebag mit Trinkblase? Der Rahmen ist dann voll. Der CrankTank von Adventure Hydration löst das Problem anders.
Wann das relevant wird
– Ultraebvents oder Touren über 5–6 Stunden ohne Infrastruktur
– Bikepacking mit Übernachtung und Kochen
– Biwakplätze ohne bekannte Wasserquelle
– Hitzeperioden, hoher Schweißverlust
– Brandenburg abseits der Orte
Für normale 2–3h Gravelrunden ist das überdimensioniert.
Konzept: Gewicht unten, Kopf frei
Im australischen Outback entwickelt – und das ist keine Marketingformulierung, sondern eine Herkunft, die man dem Produkt ansieht. Andrew, der Gründer von Adventure Hydration, war mit einem Freund in den Flinders Ranges unterwegs – Südaustralien, heiß, kein Wasser weit und breit. Eine Flasche fiel aus dem Halter, platzte auf dem Boden, ein Liter weg. Er suchte nach einer Lösung, fand keine, baute Kartonmodelle auf dem Küchentisch und entwickelte daraus den CrankTank. Kein Startup, kein Investor, kein Designstudio – ein Garagenprojekt, das ein reales Problem löst. Die Hauptkomponenten werden bis heute in Südaustralien produziert. Inzwischen wird der CrankTank über einen US-Shop vertrieben. Lieferzeit einplanen – als kleines Unternehmen braucht Adventure Hydration 2–5 Werktage bis zum Versand. Zoll fällt in den meisten Fällen nicht an, da Einzelbestellungen unter den Freigrenzen bleiben.
Das Prinzip ist einfach: ein weicher Tank, der sich unten ins Rahmendreieck schnallen lässt, mit Trinksystem direkt am Lenker. Bis zu vier Liter Fassungsvermögen. Das klingt schwer – sitzt aber tief und zentral im Rahmen, und genau das ist der entscheidende Designgedanke. Nicht mehr Wasser um jeden Preis, sondern Wasser an der richtigen Stelle. Nebeneffekt: Im Brandenburger Outback glauben Petroheads gelegentlich, man tanke auch Diesel. Adventure Hydration empfiehlt für maximalen Effekt blaues Gatorade.
Material: Der Tank selbst besteht aus lebensmittelechtem Polyethylen – BPA-frei, geschmacksneutral, robust. Kaum deutlicher Plastikgeschmack, auch nicht nach Wochen im Einsatz. Der Deckel ist 3D-gedrucktes Nylon (SLS-Verfahren) – erklärt den Garagenprojekt-Charakter auch technisch. Der isolierte Schlauch kommt mit 120cm und kann bei Bedarf gekürzt werden; ein Stück Schrumpfschlauch liegt bei, um den Isoliermantel sauber abzuschließen.
Reinigung & Pflege
Im Alltag ist der CrankTank unkomplizierter zu reinigen als viele klassische Trinkblasen. Der Grund ist banal, aber entscheidend: die relativ große Öffnung. Der Tank lässt sich, gut ausspülen und vor allem sauber trocknen. Anders als weiche Trinkblasen fällt er dabei nicht in sich zusammen und klebt innen nicht permanent aufeinander.
Trotzdem gilt: Der CrankTank ist am unkompliziertesten, wenn man ihn hauptsächlich für Wasser nutzt. Das eigentliche Problem sind weniger Tank oder Deckel, sondern der Schlauch und das Mundstück. Zuckerhaltige Getränke funktionieren problemlos, sollten danach aber gründlich gereinigt werden – gerade bei Sommerhitze.

Eine einfache Lösung, die auch viele Hersteller klassischer Trinkblasen empfehlen: Schlauch und Mundstück nach der Tour im Tiefkühlfach lagern, wenn man zuckerhaltige Getränke nutzen will. Das verhindert Schimmelbildung und bakterielle Gerüche zuverlässig, selbst wenn das System nicht komplett durchgetrocknet ist. Beim CrankTank selbst reicht es in der Praxis meist, nur den Schlauch einzufrieren – der Tank selbst trocknet durch die große Öffnung schnell genug. Damit werden auch Elektrolyt- oder Zuckergetränke langfristig deutlich unproblematischer. Gelegentlich kann eine größere Reinigung mit Gebissreiniger oder verdünnter Chlorlösung (danach gut auswaschen und abtrocknen lassen) sinnvoll sein.
Zubehör & Ersatzteile
Ein Detail, das erst nach längerer Nutzung wichtig wird: Der CrankTank ist kein Wegwerfprodukt. Adventure Hydration bietet praktisch alle relevanten Teile einzeln an – Ventile, Caps, isolierte Schläuche, Tube Clips, Frame Straps, Adapter und Reinigungssets. Gerade auf Langstrecke oder bei Expedition-Setups ist das wichtiger, als es zunächst klingt: Verschleißteile lassen sich tauschen, statt das gesamte System zu ersetzen.


Das System orientiert sich weitgehend an etablierten Hydration-Standards. Mundstücke und Bite Valves sind grundsätzlich mit vielen gängigen Systemen kompatibel – etwa CamelBak, Source oder ähnlichen Trinksystemen. Wer bereits bevorzugte Ventile nutzt, kann sie in vielen Fällen einfach weiterverwenden.
Auch Wasserfilter lassen sich direkt inline in den Schlauch integrieren. Für normale Touren in Brandenburg ist das meist irrelevant. Für abgelegenere Regionen oder Langstrecken fern sicherer Infrastruktur dagegen nicht: Filter von Sawyer, Katadyn oder ähnlichen Systemen lassen sich unkompliziert durchschleifen, ohne den grundsätzlichen Workflow des Tanks zu verändern. Genau dort spielt das System seine eigentliche Stärke aus – wenn Wasser nicht Komfort, sondern Versorgungssicherheit ist.



Der Tank belegt den unteren Teil des Rahmendreiecks – wer oben im Dreieck eine kleine Rahmentasche trägt, kann sie behalten. Je nach Rahmengröße kann die Montage von Flaschenhaltern innen am Unterrohr oder Sitzrohr eingeschränkt werden; das sollte man vorher prüfen. Und ein Packstrategie-Hinweis: Der Tank faltet sich leer nicht zusammen – er nimmt denselben Platz ein wie voll. Wer den Platz auf dem Rückweg anders nutzen will, muss das vorher einplanen.
Für kleine Rahmen ist der CrankTank besonders interessant: Wer mit Größe S unterwegs ist, bekommt oft keine großen Flaschen ins Dreieck – der Tank löst das Volumenproblem ohne Kompromiss bei der Fahrdynamik. Kombiniert mit einer kleinen Rahmentasche unterm Oberrohr ist das Setup auch auf engem Raum vollständig.

Eine Seite des Magnetclips, hier bereits mit einigen Kampfspuren durch langen Gebrauch.
Zur Befestigung des Schlauchs empfehlen sich ein bis zwei magnetische Clips aus dem Drittherstellermarkt. Suchbegriff „magnetic tube clip“. Gute Montagepunkte sind eine Lenkertasche oder ein Feed Bag.
Praxis: Was funktioniert
Leichhardt hatte keine Möglichkeit, Wasser tief im Rahmen zu transportieren. Wir schon – und haben es getan: mehrere Jahre Brandenburger Outback, Grevet Hamburg–Berlin, Supergrevet Distanzradfahrten Wien–Triest und Wien–Berlin. Nicht auf einem Testparcours, sondern auf Touren, bei denen Versorgung kein theoretisches Problem ist.
Schwerpunkt: Das Gewicht liegt tief und zentral – der Unterschied zum Rucksack ist spürbar. Das Fahrverhalten verändert sich auch voll kaum.
Rücken bleibt frei: Kein Schweiß, kein Druckgefühl, kein Gewicht auf den Schultern. Gerade auf Langstrecken ein echter Unterschied.
Trinksystem: Trinkwiderstand vergleichbar mit einem Trinkrucksack, nicht erheblich größer. Keine Eingewöhnungszeit. Gerade auf langen Distanzen wie den Supergrevet-Distanzradfahrten ist das entscheidend: Das System funktioniert, man denkt nicht darüber nach.
Effizienz auf der Strecke: Wer mehr Wasser dabei hat, braucht seltener anzuhalten. Auf Supergrevets spart das echte Zeit – Resupply-Stopps werden kürzer, Essen und Trinken lässt sich auf dem Rad erledigen. Wer einmal 800 km vor sich hat, weiß, was das bedeutet.
Rahmenkompatibilität: Hat an allen getesteten Bikes funktioniert – ohne Anpassungen, ohne Spezialhalterungen. Besonders interessant für kleine Rahmen: Wer mit Größe S unterwegs ist, bekommt oft keine normalen Trinkflaschen ins Dreieck – der CrankTank löst das Volumenproblem dort, wo Flaschen schlicht nicht passen. Bei Fully-Rahmen ist Vorsicht geboten: Der Tank sitzt tief im Dreieck, wo je nach System der Hinterbaudämpfer arbeitet – Kontakt ist möglich. Im Einzelfall prüfen.
Haltbarkeit: Kein Defekt, kein Wasserverlust, keine Befestigungsprobleme über mehrere Jahre. Einzelne Teile sind austauschbar, Ersatzteile verfügbar (Ventile, Straps, Caps, Schläuche, Reinigungsset).
Wasserstand: Das transluzente Material erlaubt Füllstandskontrolle jederzeit – ohne Abnehmen, ohne Schätzen. Bei einer Trinkblase in der Framebag ist das nicht möglich.
Nachfüllen: Der Tank muss nicht vom Rad abgenommen werden. Deckel auf, Flasche rein, weiterfahren. Bei der Trinkblase in der Framebag bedeutet Nachfüllen in der Regel: Packen, Blase raus, befüllen, neu verstauen.
Temperatur: Der Tank hält Wasser erstaunlich lange kühl. Erklärung liegt nahe – mehr Volumen bedeutet weniger Wasseroberfläche pro Liter, das verlangsamt die Erwärmung.
Das Trinken fühlt sich nach wenigen Minuten selbstverständlich an – die Hand greift zum Schlauch, man trinkt, Schlauch zurück. Auf dem Grevet oder langen Touren ist das genau das, was man will: etwas, das funktioniert und das man vergisst.
Das Gewicht fällt durch den tiefen Schwerpunkt kaum auf und das Systemgewicht des Crank Tanks dürfte eher unter dem von zwei Flaschen und Flaschenhaltern liegen – bei höhrer Gesamtkapazität.
Was man unterschätzt, bevor man es selbst ausprobiert hat: den mentalen Effekt. Vier Liter im Tank bedeuten, dass man sich unterwegs nicht mehr ständig fragt, wann die nächste Nachfüllmöglichkeit kommt. Man fährt einfach. Das klingt banal – ist es aber nicht, wenn man schon einmal mit Blick auf die leere Flasche durch Brandenburg gestrampelt ist.
Einschränkungen
Vertrieb über einen US-Shop – wer den Tank für eine konkrete Tour einplant, sollte ausreichend Vorlauf einrechnen. Kurzfristig bestellen und pünktlich haben ist ein Risiko.
Befüllen: Die Öffnung passt nicht an jeden Wasserhahn. Der typische Provinzbäcker-Hahn mit schmalem Auslauf kann zu eng sein – eine normale Trinkflasche als Umfüllhilfe mitzunehmen ist auf Touren ohne bekannte Nachfüllpunkte sinnvoll. Wer das weiß, ist nicht überrascht.
Größe: Im Zweifel die größere Version kaufen. Den Tank muss man nicht voll machen – wer einen Liter extra braucht, füllt einen Liter ein. Die Kapazität ist ein Limit nach oben, keine Verpflichtung.
Farbe: Der Tank kommt aktuell in Translucent Grey – eine weitere Variante (Translucent Natural) ist ausverkauft. Beim Deckel gibt es die Wahl zwischen Translucent, Blue, Grey und Red, wobei Blau und Grey ebenfalls vergriffen sind. Das transluzente Material sticht auf dem Rad heraus – wer lieber unauffällig fährt, muss warten. Schwarz wäre wünschenswert, würde sich aber in der Sonne stärker aufwärmen als die hellen Varianten. Aktuell kein Problem.
Rahmenmaß prüfen: Für den CrankTank3 sollte das Innenmaß des Rahmendreiecks (vom Unterrohr im 90-Grad-Winkel bis zur Kreuzung von Sitz- und Oberrohr) mindestens 225mm betragen. Beim CrankTank4 sind es 250mm. Wer ein Unterrohr über 38mm Durchmesser hat, bekommt etwas mehr Spielraum. Im Zweifel nachmessen bevor bestellen.
Systemintegration: Eine kompatible Schnellmontage fehlt noch – wäre der logische nächste Schritt.
Systemvergleich: Rucksack, Trinkblase, CrankTank
Der Rucksack ist zurück. Nach Jahren konsequenter Verlagerung ans Rad – Framebag, Satteltasche, Lenkertasche, kein Gramm auf dem Körper – trägt plötzlich wieder jeder einen Trinkrucksack. Gravel-Events sehen aus wie Wüstenpatrouillen. Ob Denis Villeneuve daran schuld ist, lässt sich nicht beweisen. Ausschließen auch nicht. Der Look ist konsequent: Sandfarben, Schlauch über die Schulter, Blick in die Ferne. Featuremagazine lieben es. Konsequent zu Ende gedacht landet man beim Racetrikot mit integriertem Trinkschlauch-Tunnel – Dune-Ästhetik als Produktkategorie. Für alle anderen: CrankTank.
Was dabei auffällt: Der Rucksack-Trend kehrt genau das um, wofür Bikepacking jahrelang stand. Die Idee war, alles ans Rad zu verlagern – Gewicht weg vom Körper, weg vom Rücken, hin zu tiefem und zentralem Schwerpunkt. Der Trinkrucksack macht das rückgängig. Die Oberschenkel nach Stunde acht merken das. Der Rücken schwitzt, das Gewicht pendelt, bei Hitze kostet das. Der CrankTank ist die andere Antwort: Wasser ans Rad, Rücken frei, kein Kostüm.
Die naheliegendste Alternative ohne Rucksack ist eine Trinkblase in der Fullframebag. Günstiger, beim Volumen flexibler, weit verbreitet. Aber es gibt zwei Probleme, die in Testberichten selten stehen, weil sie erst nach längerer Nutzung auftauchen.
Erstens: Blasen können auslaufen. Im schlimmsten Fall nachts beim Biwak, mit allem was im Rahmen liegt. Elektronik, Schlafsack, Wechselkleidung – eine vollgelaufene wasserdichte Rahmentasche auf einer Mehrtagesetappe ist kein Komfortproblem, sondern mitunter sogar ein ernstes Sicherheitsthema.
Zweitens: Trinkblasen beulen aus, wenn sie voll sind. Weichere Framebags lassen das Volumen nach außen drücken. Bei kleinen Rahmen oder enger Montageposition kann das sogar die Kurbeldrehung behindern. Wer das noch nicht erlebt hat, hat entweder Glück gehabt oder einen großen Rahmen.
Der CrankTank hat ein festes Volumen und sitzt definiert im Rahmen. Er verformt sich nicht, er läuft nicht aus, er sitzt. Das ist kein marginaler Unterschied.
Fazit
Leichhardt wäre mit einem CrankTank vielleicht zurückgekommen. Das ist Spekulation. Was keine Spekulation ist: Wer in Brandenburg oder auf langen Touren unterwegs ist und Wasser als logistisches Problem behandelt, fährt weiter als der, der improvisiert. Der CrankTank ist kein Gadget, sondern eine Systemlösung – für genau die Situationen, in denen zwei Flaschen nicht reichen und ein Rucksack zu viel ist.
Wasser ist auf langen Touren kein Komfortthema. Es ist Reichweite. Fast immer ist es sinnvoller direkt die größere 4 Liter Version zu kaufen.
Wer Versorgung nicht plant, plant Pausen. In Brandenburg gibt es davon genug unfreiwillige.
Positiv
- Wasser sitzt tief, sitzt zentral, sitzt richtig
- Rücken frei. Immer.
- Nachfüllen am Rad – kein Auspacken, kein Theater
- Füllstand sichtbar. Keine Schätzung, kein Öffnen
- Lebensmittelechtes Polyethylen
- Mehrere Jahre, null Defekte
- Ersatzteile verfügbar. Garagenprojekt mit Langzeitstrategie
- Gebaut weil nötig, nicht weil Markt
- Relativ geringes Gewicht
- Trinkwiderstand kaum höher als bei Rucksack
Neutral
- US-Versand – wer plant, hat kein Problem
- Sieht aus wie ein Tank. Ist einer.
- Leer so groß wie voll – einplanen
- Plastikgeschmack klar wahrnehmbar im Vergleich zu Keego Titanflaschen, aber das trift auf die Vergleichssysteme auch zu
- Provinzbäcker-Hahn passt nicht immer – Umfüllhilfe mitnehmen
Negativ
- Kein Schnellmontagesystem und Flaschenhalter müssen vorher abgeschraubt werden. Das ist recht aufwendig, wenn man zwischen kurzen Feierabendrunden und langen Wochenendtouren wechselt.
- Farbauswahl aktuell dünn
Der CrankTank wurde selbst gekauft – einmal in Australien, einmal in den USA. Beide Versionen im Einsatz: 3-Liter und 4-Liter, in der Gruppe getestet. Es handelt sich um einen unbezahlten Post. Keine Kooperation, kein Testmuster, keine Vergütung.
→ Adventure Hydration – adventurehydration.com
→ Direkt zur Produktseite CrankTank
Häufige Fragen zum CrankTank
Für den CrankTank3 sollte das Innenmaß des Rahmendreiecks mindestens 225mm betragen – gemessen vom Unterrohr im 90-Grad-Winkel bis zur Kreuzung von Sitz- und Oberrohr. Beim CrankTank4 sind es 250mm. Bei einem Unterrohrdurchmesser über 38mm empfiehlt Adventure Hydration einen Frame Adapter. Die meisten Gravel- und Tourenräder sowie Hardtails sind kompatibel. Fully-Rahmen: im Einzelfall prüfen, da der Hinterbaudämpfer im Weg sein kann.
Das komplette Kit wiegt rund 440–450 Gramm. Zum Vergleich: vier 0,75l-Flaschen mit Haltern kommen auf etwa 500 Gramm. Der CrankTank ist also leichter als das klassische Vier-Flaschen-Setup – bei deutlich mehr Kapazität.
Nein. Der Tank kann am Rad befüllt werden – Deckel auf, Flasche rein, weiterfahren. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber einer Trinkblase in der Framebag, die dafür in der Regel ausgebaut und neu verstaut werden muss.
Kaum höher. Der Schlauch ist länger als beim Rucksack, aber der Unterschied ist im Fahrbetrieb nicht relevant. Wer einen Trinkrucksack kennt, braucht keine Eingewöhnungszeit.
In den meisten Fällen nicht – Einzelbestellungen liegen unter den Freigrenzen. Adventure Hydration versendet aus den USA und benötigt 2–5 Werktage bis zum Versand. Genug Vorlauf einplanen, wenn der Tank für eine konkrete Tour gebraucht wird.
Ja. Adventure Hydration bietet ein vollständiges Ersatzteilsortiment: Ventile, Straps, Caps, Schläuche, Tube Clips und ein Reinigungsset. Alle Teile sind einzeln bestellbar.
Im Zweifel die größere Version. Den Tank muss man nicht voll machen – wer einen Liter extra braucht, füllt einen Liter ein. Die 4-Liter-Version sitzt etwas höher im Dreieck, lässt dafür aber mehr Raum für eine halbe Framebag darüber. Meist schließt die 4-Liter-Version besser mit gängigen Rahmentaschen ab und sieht daher auch besser aus. Bei sehr kleinen Rahmen kann der CT3 die sinnvollere Wahl sein.

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