Zwei Gruppen. Eine Pause. Dasselbe Cargobike auf halber Strecke.
Die schnelle Gruppe fährt Tempo, die andere fährt Samstag. Irgendwo dazwischen steht ein Cargogravelbike am Wegesrand, darauf eine Küchenbox, darin ein Gaskocher. Das Wasser ist schon heiß.
Heute gibt es zum ersten Mal beim Schmutzigen Wochenende Mate — traditionell aufgebrüht, in echten Calabazas, für alle die ankommen. Kein Sirup, kein Dosengetränk. Mate so wie er gedacht war: heiß, bitter, geteilt. Wer ihn kennt, weiß was ihn erwartet. Wer nicht, trinkt einfach und entscheidet selbst.
Noch einmal raus, bevor das Jahr dichtmacht. Ein früher Start in die Dunkelheit, eine kompakte Runde auf ca. 40 km, zwei Gruppen, ein gemeinsames Finale. Wir fahren das, was Berlin im Dezember hergibt: Waldstreifen, Schotterreste, Asphaltflicken und Atemwolken. Kein heroischer Jahresabschluss, sondern ein ehrlicher.
Weihnachten ist Kitsch, klar. Aber Dunkelheit ohne irgendein warmes Gegenüber ist auch Quatsch. Also rollen wir zusammen in die Nacht, und enden an einem Ort, der Licht, Wärme und Bier hat – ohne die üblichen Festtagslügen.
Passend zum Wetterumschwung und der neuen Hitzewelle besuchen wir Kaniswall. Dies ist sowohl ein Ort der Eiszeit wie der Heißzeit: hier wurde 2015 die bislang höchste Temperatur der Region gemessen, gleichzeitig handelt es sich bei dem 41,2m hohen Sandhaufen um einen Überrest der letzten Eiszeit. Der Hügel ist der südlichste Ausläufer des Barnims.