Wir feiern jede frische Knospe und jedes bisschen Grün der letzten Woche angemessen: Mit dem Fahrrad im Wald und zwischendurch mit Kaffee und Kuchen.
Berlin endet selten plötzlich. Meist wird die Stadt einfach dünner. Erst verschwinden die Häuser. Dann die Supermärkte. Dann die Straßenlaternen. Genau dort fahren wir.
32 Zoll erscheint als technische Innovation. Doch je genauer man hinsieht, desto deutlicher wird: Die Debatte handelt längst nicht mehr nur von Laufrädern. Sondern von Infrastruktur, Erschöpfung, Marktlogik und einer Branche, die ihre erzählerische Mitte verloren hat.
Die Stadt steht. Blechkolonnen, rote Bremslichter, Kreuzungen voller Ungeduld. Wir rollen in die andere Richtung.
Diese Woche geht es nach Norden raus. Nicht spektakulär. Genau deshalb gut. Der Berliner Norden funktioniert anders als der Südosten: offener, direkter, weniger versteckt. Lange Wege, Windkanten, trockene Linien zwischen Stadtrand, Feldern und Kiefern. Wir sammeln unterwegs noch einmal im Prenzlauer Berg ein und ziehen dann gemeinsam weiter Richtung Außenkante der Stadt. Sobald der Asphalt aufhört, wird es ruhig.
CrankTank
Zwei Flaschen reichen nicht. Nicht auf langen Gravel-Touren, nicht beim Bikepacking, nicht in Brandenburg abseits der Orte. Der Adventure Hydration CrankTank löst das Problem anders: vier Liter tief im Rahmen, Rücken frei, kein Rucksack. Ein Langzeittest aus mehreren Jahren – Brandenburger Outback, Grevet Hamburg–Berlin, Supergrevet Wien–Triest und Wien–Berlin.
Berlin hat in erster Näherung überhaupt keine Skyline, aber wenn man aus genau dem richtigen Winkel, genau zur richtigen Zeit aus genau dem richtigen Abstand bei genau dem richtigen Licht schaut, ist es immer noch nicht beeindruckend. Wir machen uns trotzdem auf den Weg um uns die Sache mal genauer anzuschauen.
Alles Radfahren war Gravelcycling, bevor es Asphalt gab. Die Geschichte des Untergrunds reicht von römischen Heerstraßen über McAdams Schotterrevolution und preußische Chausseen bis zu den Radfahrern, die im 19. Jahrhundert für bessere Straßen kämpften — und vom Automobil verdrängt wurden. Eine Materialgeschichte von Sand, Feldstein und Teer, die erklärt, warum Brandenburger Feldwege keine kaputte Infrastruktur sind, sondern ihr Originalzustand.
Berlin ist flach. Sagen Menschen, die nie falsch abgebogen sind. Auch diese Woche suchen wir wieder jede Erhebung, die der Südosten hergibt: kleine Kanten, sandige Anstiege, Brücken, alte Aufschüttungen, Wege, die kurz unangenehm werden und genau deshalb Spaß machen.
Karow ist gesetzt. Der Rest ergibt sich.