Wege sind auch nur Vorschläge.
![]() Do, 27.08.26 18:30 |
![]() Rummelsburger Bucht |
![]() Distanz ca. 56 / 65 km je nach Gruppe |
![]() Anstieg ca. 150 hm |
![]() Geländeanteil ca. 75 % |
![]() Schwierigkeit 4 / 10 |
Anmeldung
Drei Tempogruppen wie immer: vorne Karacho, in der Mitte Rollbetrieb, hinten Party Pace. Zwei Streckenvarianten mit rund 56 und 65 Kilometern. Jetzt Platz sichern:
Der überwiegende Teil der Runde ist schnell und gut fahrbar. Dazwischen verlassen wir diese Logik bewusst: kurze holprige oder grasige Verbindungen gehören dazu. Das ist kein Planungsfehler, sondern das CX in CXBerlin.
Helm, Flickzeug, ausreichend Wasser, Snack sowie Vorder- und Rücklicht. Ende August werden die letzten Kilometer dunkel. Alle fahren auf eigene Verantwortung.
Die Strecke
Falkenberg gehört zu Berlin.
Das merkt man dort draußen nicht unbedingt.
Von der Rummelsburger Bucht zieht die Runde konsequent nach Nordosten. Erst müssen wir durch die Stadt, dann wird sie Stück für Stück dünner. Häuser werden niedriger, Kreuzungen seltener, der Himmel größer. Schließlich öffnet sich zwischen Falkenberg und dem Berliner Rand die Feldmark.
Und dort wird es schnell.
Breite Feldwege, feste Schotterpisten und lange Geraden bestimmen den Charakter. Kein technisches Dauerfeuer, keine Bergwertung. Vieles hier macht vor allem eines ziemlich gut: rollen lassen.
Die kurze Runde macht daraus gut 56 Kilometer. Die lange zieht die Schleife weiter und kommt auf rund 65 Kilometer. Beide führen wieder zurück zur Rummelsburger Bucht.
Ganz ohne Querfeldein wäre das allerdings verdächtig sauber.
Warum eigentlich CX?
Die Feldmark ist ein ziemlich guter Ort, um daran zu erinnern, was die beiden Buchstaben in CXBerlin bedeuten.
CX steht für Cyclocross. Querfeldein.
Die frühen Formen des Sports entstanden um die Wende zum 20. Jahrhundert aus einer einfachen Idee: Straßenfahrer verließen im Winter die Straße. Sie fuhren über Felder und Wiesen, durch Gräben, über schlechte Wege und notfalls auch dort weiter, wo Radfahren kurzzeitig nicht mehr die schnellste Fortbewegungsart war.
Eine oft erzählte Ursprungsgeschichte berichtet von französischen Fahrern, die sich einen Kirchturm am Horizont suchten und möglichst direkt darauf zuhielten. Wege waren dabei eher Vorschläge als Vorschriften.
Ob Cyclocross tatsächlich genau so erfunden wurde, lässt sich historisch nicht so sauber erzählen. Das Prinzip trifft die junge Disziplin aber ziemlich gut: Straße verlassen, Gelände lesen, irgendwie durchkommen.
Das Fahrrad musste plötzlich Dinge können, für die eine Straße nicht vorgesehen war.
Und manchmal musste es eben getragen werden.
So weit treiben wir es am Donnerstag nicht. Dafür sind die Wege der Falkenberger Feldmark viel zu schnell.
Aber ein paar Stellen dürfen an die alte Idee erinnern.
Vom Schotter runter. Quer rüber. Wieder auf den Weg.
Danach wieder großer Gang.
Das Interessante an dieser Runde ist am Ende vielleicht gar nicht das Querfeldein. Es ist der Kontrast: Eben noch Häuser, Verkehr und Ampeln, wenig später Feldwege und ein Horizont, der plötzlich erstaunlich weit entfernt ist.
Und das alles, ohne Berlin wirklich weit hinter uns zu lassen.
Immer noch Berlin. Nur schneller.
Treffpunkt — Rummelsburger Bucht
Nordufer der Rummelsburger Bucht, auf Höhe des Kajak-Verleihs. Donnerstag, 27.08.2026, 18:30 Uhr.
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